Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Politik Plasberg will über Heimat sprechen – und löst Rassismus-Debatte aus
Nachrichten Politik Plasberg will über Heimat sprechen – und löst Rassismus-Debatte aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:28 25.02.2019
Frank Plasberg moderiert seine ARD-Talkshow «Hart aber fair». Quelle: Jörg Carstensen/dpa
Anzeige
Berlin

„Heimat Deutschland – nur für Deutsche oder offen für alle?“: Unter diesem Titel wird die neue Folge der Polit-Talkshow „Hart aber fair“ in der ARD angekündigt.

Moderator Frank Plasberg will unter diesem Aspekt am Montagabend über den Begriff Heimat und seine Bedeutung diskutieren. Dabei bezieht er sich wie so oft auf eine Dokumentation, die im Vorfeld auf ARD ausgestrahlt wird. Eingeladen sind unter anderem die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckhardt und Bayerns Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger.

Anzeige

Lesen Sie auch: „Hart aber fair“: So gewitzt kontert ein Abiturient der Umweltministerin

So weit, so gut. Doch mit dem Titel trifft die Sendung bereits vor Ausstrahlung offenbar bei vielen Menschen einen wunden Punkt. Auf Twitter sorgt das für einen regen Shitstorm. Viele werfen den Machern der Sendung einen implizierten Rassismus vor.

Auch SPD-Politikerin Sawsan Chebli ist unter den Kritikern. Sie schreibt auf Twitter: „Diese Sprache ist der Grund, warum auch mir gesagt wird, ich soll in meine Heimat zurück. (...)“

Was Twitter-Nutzer noch so zum umstrittenen Titel der Talkshow sagen?

Ein Überblick:

„Wir nehmen Kritik von außen grundsätzlich zum Anlass, unser eigenes Tun kritisch zu reflektieren“, teilte der Westdeutschen Rundfunk (WDR) mit. „Dies haben wir auch in diesem Fall getan, uns aber entschieden, bei dem Titel zu bleiben.“ Die Diskussion darüber zeige, wie kontrovers das Thema „Heimat“ wahrgenommen werde. „Genau diese Diskussion wollen wir mit unseren Gästen in der Sendung führen und abbilden.“

Lesen Sie auch: Das Eigentor: Wie die ARD rechten Kritikern in die Karten spielte

Von RND/lf