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Politik Innenministerium verbietet Auftritt von Phillip Ruch vom „Zentrum für politische Schönheit“
Nachrichten Politik Innenministerium verbietet Auftritt von Phillip Ruch vom „Zentrum für politische Schönheit“
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19:01 05.03.2019
Philipp Ruch vor dem Reichstag in Berlin. Quelle: Kay Nietfeld dpa/lbn
Leipzig

Das Innenministerium hat einen Auftritt des Künstlers Phillip Ruch beim Bundeskongress der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) untersagt. Das berichtet der Stern in seiner aktuellen Ausgabe. Als Grund dafür nennt das Innenministerium auf Anfrage des Magazins ein „laufendes Verfahren“ gegen Ruch.

Der selbst weiß von den Ermittlungen aber gar nichts. „Gegen mich läuft aktuell kein Verfahren“, sagte er dem Stern. Phillip Ruch ist der Kopf des Künstlerkollektivs „Zentrum für politische Schönheit“, das immer wieder mit zum Teil umstrittenen politischen Inszenierungen für bundesweite Schlagzeilen gesorgt hat.

Bundeszentrale wehrt sich anfangs

Ruch hatte ein Schreiben erhalten, dass ihn von der Veranstaltung in Leipzig auslud. Ihm zufolge habe sich die Bundeszentrale für politische Bildung anfangs noch gegen die Ausladung gewehrt. Die BpB untersteht dem Innenministerium.

Es sei jedoch ein Erlass des Ministeriums zur Ausladung gefolgt. Hintergrund ist laut dem Sprecher der BpB, Daniel Kraft, vor allem die umstrittene Kunstaktion „Soko Chemnitz.

Bei der Aktion hatte das Zentrum für politische Schönheit auf einer Website mit Fotos und Steckbriefen dazu aufgerufen, mutmaßliche Neonazis zu identifizieren.

Ruch fühlt sich durch die Ausladung zensiert. „Einen Künstler politisch mundtot machen zu wollen, ist einer Demokratie nicht würdig“, sagte er dem Stern. „So etwas darf einfach nicht passieren.“

Von Elena Butz/RND

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