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Politik Forderung: Jedes Kind muss lesen lernen
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14:17 06.12.2018
Kinderbuchautorin Kirsten Boie (l-r) überreicht die Hamburger Erklärung an Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung und an Helmut Holter, Präsident der Kultusministerkonferenz. Quelle: Wolfgang Kumm/dpa
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Berlin/Hamburg

Die Initiatoren - der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, das PEN-Zentrum Deutschland und die Kinderbuchautorin Kirsten Boie - fordern eine feste Expertenkommission Lesekompetenz der Bundesregierung unter Einbeziehung der Länder. Das erklärten sie am Donnerstag in Berlin. Die Kommission soll eine Strategie entwickeln, wie bestehende Projekte und neue Maßnahmen zur Leseförderung zusammengefasst und ausgebaut werden könnten, wie Boie und beide Organisationen am Donnerstag mitteilten.

Die Initiatoren der so genannten Hamburger Erklärung „Jedes Kind muss lesen lernen!“ für bessere Leseförderung übergaben ihre Petition in Berlin an Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) und den Präsidenten der Kultusministerkonferenz, Helmut Holter. „Lesen ist eine nationale Aufgabe“, betonte die Hamburger Schriftstellerin Kirsten Boie. „Das Thema Lesen erscheint im Vergleich zur Digitalisierung altmodisch – dabei ist es viel fundamentaler. Davon, ob die Menschen lesen können, hängt für uns alle sehr viel mehr ab.“

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Auch Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, forderte: „Die Digitalisierung von Schulen muss dringend mit wirksamen Konzepten und langfristigen Maßnahmen zur Förderung der Lesefähigkeit einhergehen, sonst geht man den zweiten Schritt vor dem ersten.“ Laut der aktuellen IGLU-Studie können ein Fünftel der Viertklässler in Deutschland Texte nicht so lesen, dass sie den Inhalt auch verstehen.

Von dpa

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