Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Politik Flüchtlingsfrage treibt die Schleswig-Holsteiner um
Nachrichten Politik Flüchtlingsfrage treibt die Schleswig-Holsteiner um
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:24 17.04.2016
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Die Folgen des Flüchtlingszustroms beschäftigen die Schleswig-Holsteiner. Quelle: Kay Nietfeld/dpa
Kiel

So geht eine Mehrheit der Bürger (59 Prozent) davon aus, dass durch den Flüchtlingszustrom die Verschuldung des Landes wesentlich steigen wird.

Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) erwarten eine Belastung des Wohnungsmarktes.

Die Schleswig-Holsteiner sehen durch den Flüchtlingszustrom allerdings keine ernsthaften Folgen für die Innere Sicherheit. Nur eine Minderheit (15 Prozent) rechnet mit einem starken Anstieg der Kriminalität. 47 Prozent rechnen mit einem leichten Anstieg, 34 Prozent mit keinen gravierenden Auswirkungen.

Auch eine schleichende Islamisierung wird kaum befürchtet. Nur 14 Prozent erwarteten einen deutlich größeren Einfluss des Islam, 36 Prozent einen etwas größeren Einfluss. Fast jeder zweite Befragte (48 Prozent) glaubt nicht, dass sich das christliche Abendland durch die Flüchtlinge ändert.

Die Koalition von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) bekommt für ihre Flüchtlingspolitik gute Noten. Eine Mehrheit der Schleswig-Holsteiner (55 Prozent) ist hier mit der Arbeit der Regierung zufrieden, nur 38 Prozent sind weniger oder gar nicht einverstanden. Besonders hoch ist die Zustimmung bei jungen Menschen (bis 30) und bei Senioren (ab 60). Nur bei den 30- bis 44jährigen überwiegt die Unzufriedenheit.

Rückendeckung bekommt die Regierung in der Flüchtlingspolitik von Anhängern aller etablierten Parteien (von CDU 60 Prozent über SPD 70 Prozent bis FDP 75 Prozent). Außenvor ist die AfD. Von den Anhängern der rechtspopulistischen Partei sind nur sechs Prozent mit Albigs Flüchtlingspolitik zufrieden. Die restlichen 94 Prozent sind weniger oder gar nicht einverstanden. Abseits stehen die AfD-Anhänger auch, wenn es um die Folgen des Flüchtlingszustroms geht. 54 Prozent fürchten einen deutlich größeren Einfluss des Islam in Schleswig-Holstein, 49 Prozent deutlich mehr Verbrechen.

Von Ulf B. Christen und Wolfram Hammer

Mehr zum Thema

Ein Jahr vor der schleswig-holsteinischen Landtagswahl liegen die regierende SPD von Ministerpräsident Torsten Albig und die oppositionelle CDU in der Wählergunst gleichauf. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag von Kieler Nachrichten und Lübecker Nachrichten.

Christian Longardt 16.04.2016

Nach der großen Polit-Umfrage von Kieler Nachristen und Lübecker Nachrichten: Jetzt reagieren die Spitzenpolitiker von Union und Sozialdemokraten auf die Ergebnisse. Torsten Albig zeigt sich zufrieden, Ingbert Liebing gibt sich kämpferisch.

Ulf Billmayer-Christen 16.04.2016

Die Regierungskoalition registriert erleichtert bis erfreut: keine Wechselstimmung. Die CDU sieht einen Regierungswechsel mit „viel harter Arbeit“ in Reichweite. Die Ergebnisse der KN/LN-Forsa-Umfrage zur politischen Stimmung in Schleswig-Holstein werden je nach Lage(r) – auch im Netz – unterschiedlich interpretiert.

Heike Stüben 16.04.2016

Der kubanische Machthaber kritisiert vor kommunistischen Kadern die schleppende Umsetzung seiner Wirtschaftsreformen. Er rügt eine "veraltete Mentalität" aus Sowjetzeiten. Eine politische Öffnung lehnt er aber weiter ab.

Deutsche Presse-Agentur dpa 17.04.2016

Der Zuzug von Flüchtlingen ist für die Hälfte der schleswig-holsteinischen Wähler (42 Prozent) das wichtigste politische Problem. Laut einer Forsa-Umfrage von Kieler Nachrichten und Lübecker Nachrichten folgen darauf die „vielfältigen Verkehrsprobleme“ im Norden.

KN-online (Kieler Nachrichten) 17.04.2016

Berlin (dpa) - Der Chef des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Frank-Jürgen Weise, hat die Eckpunkte für ein Integrationsgesetz begrüßt, zugleich aber weitere Anstrengungen angemahnt.

Deutsche Presse-Agentur dpa 17.04.2016