Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Politik Die Zukunft gehört Europa
Nachrichten Politik Die Zukunft gehört Europa
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:14 20.01.2017
Von Florian Hanauer
Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit seinem Sprecher Martin Schäfer (r.) vor dem Abflug mit der Regierungsmaschine. Quelle: Bernd Von Jutrczenka
Kiel

Nach den Erfahrungen des Krieges kannte die Begeisterung für Europa kaum Grenzen, vor allem unter jungen Menschen. Viele schwärmten von einer gemeinsamen europäischen Zukunft, in Deutschland wie in seinen Nachbarländern, wo die Keimzelle der Europäischen Union entstand und wuchs.

 Doch heute sind es vor allem die lauten Europaskeptiker, die den Ton anzugeben scheinen. Populistische Thesen werden teils salonfähig, nationale Egoismen machen sich breit. Nicht erst seit dem sogenannten Brexit, dem Votum der Briten zum Ausstieg aus der Europäischen Union.

 62 Prozent der Bürger in Deutschland meinen laut einer Studie der Körber-Stiftung, dass Europa nicht auf dem richtigen Weg sei. 73 Prozent meinen, die Bundesrepublik werde bei der Flüchtlingsproblematik von den anderen EU-Mitgliedsstaaten im Stich gelassen. Der Wunsch nach einer bürgernäheren und transparenteren EU eint 96 Prozent.

 Das Auswärtige Amt will deshalb das Gespräch mit den Bürgern suchen, in Berlin wie im ganzen Land. „Welches Europa wollen wir“ lautet die Frage der Veranstaltungsreihe, die am kommenden Dienstag auch in der Landeshauptstadt Kiel stattfindet und zu der unsere Zeitung in die Kunsthalle einlädt. Diskussionspartner ist der Sprecher von Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Martin Schäfer.

 Man wolle zuhören und miteinander sprechen, so das Ministerium. Das soll keine klassische Podiumsdiskussion werden, das Hauptaugenmerk liege auf Beiträgen aus dem Publikum. „Interaktivität“ lautet das Stichwort. Fragen können gestellt und Kommentare eingericht werden. So will man in Berlin Anstöße finden, die jenseits der Fachdiskussion liegen. Zum Auftakt der Dialogreihe gab es eine Diskussion mit mehr als 400 Teilnehmern in Berlin, den Abschluss soll eine Bürgerwerkstatt im Auswärtigen Amt bilden. Dazwischen liegen 25 der Dialoge in den Bundesländern sowie fünf im Ausland.

Wo, wie, wann

Die Diskussion in Kiel findet am Dienstag, 24. Januar, in der Kunsthalle statt. Beginn der Debatte ist um 18 Uhr, Einlass ab 17.30. Die Teilnahme ist frei. Anmeldung unter Tel. 0431/903-669 oder im Media Store der Kieler Nachrichten am Asmus-Bremer-Platz.

Donald Trump hätte der Welt die Hand reichen können. Stattdessen reckte er die Faust. Mit seiner grimmigen „America first“-Rhetorik klang der frisch vereidigte Präsident nicht anders als der Wahlkämpfer. Doch gerade diese nationalistischen Paukenschläge sind es, die Europas Populisten faszinieren. Ein Kommentar.

20.01.2017

Es sollte eine philosophische Rede sein, die Donald Trump nach seiner Vereidigung halten wollte. So hatte es der 45. US-Präsident im Vorfeld angekündigt. Heraus kam allerdings ein „populistisches Manifest“, wie CNN es nannte.

20.01.2017

EU-Außenpolitiker Elmar Brok hat den Kongress der Rechtspopulisten scharf kritisiert. „Das Treffen in Koblenz ist eine reine Showveranstaltung, ein Schaulaufen der Nationalisten“, sagte Brok dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

20.01.2017