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16:15 24.01.2017
Von Florian Hanauer
Wie sieht die Zukunft Europas in Augen Martin Schäfers (links), Sprecher von Außenminister Frank-Walter Steinmeier, aus? Das erfahren Sie beim KN-Talk am Dienstag. Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa
Kiel

Der Vizepräsident des Landtages, Bernd Heinemann, wird die Gäste begrüßen. Moderiert wird die Runde von KN-Nachrichtenchef Florian Hanauer. Die Veranstaltung geht über eine normale Podiumsdiskussion hinaus, denn der Fokus liegt auf Beiträgen aus dem Publikum: Wo stehen wir? Wie muss sich Europa verändern? Was erwarten wir von der EU? Ideen und Vorschläge sollen dann im Auswärtigen Amt aufgenommen und in die Politik für Europas Zukunft einfließen.

Die Zukunft gehört Europa. Diese These hat viele Menschen über Generationen in Deutschland geeint, von der Nachkriegszeit bis in die 1990er-Jahre. Nach den Erfahrungen des Krieges kannte die Begeisterung für Europa kaum Grenzen, vor allem unter jungen Menschen. Viele schwärmten von einer gemeinsamen europäischen Zukunft, in Deutschland wie in seinen Nachbarländern, wo die Keimzelle der Europäischen Union entstand und wuchs.

Europaskeptiker werden immer lauter

Doch heute sind es vor allem die lauten Europaskeptiker, die den Ton anzugeben scheinen. Populistische Thesen werden teils salonfähig, nationale Egoismen machen sich breit. Nicht erst seit dem sogenannten Brexit, dem Votum der Briten zum Ausstieg aus der Europäischen Union.

62 Prozent der Bürger in Deutschland meinen laut einer Studie der Körber-Stiftung, dass Europa nicht auf dem richtigen Weg sei. 73 Prozent meinen, die Bundesrepublik werde bei der Flüchtlingsproblematik von den anderen EU-Mitgliedsstaaten im Stich gelassen. Der Wunsch nach einer bürgernäheren und transparenteren EU eint 96 Prozent.

Das Auswärtige Amt lädt Bürger ein

Das Auswärtige Amt will deshalb das Gespräch mit den Bürgern suchen, in Berlin wie im ganzen Land. „Welches Europa wollen wir“ lautet die Frage der Veranstaltungsreihe, die am Dienstag auch in der Landeshauptstadt Kiel stattfindet und zu der unsere Zeitung in die Kunsthalle einlädt. Diskussionspartner ist der Sprecher von Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Martin Schäfer (hier im Interview).

Man wolle zuhören und miteinander sprechen, so das Ministerium. Das soll keine klassische Podiumsdiskussion werden, das Hauptaugenmerk liege auf Beiträgen aus dem Publikum. „Interaktivität“ lautet das Stichwort. Fragen können gestellt und Kommentare eingericht werden. So will man in Berlin Anstöße finden, die jenseits der Fachdiskussion liegen. Zum Auftakt der Dialogreihe gab es eine Diskussion mit mehr als 400 Teilnehmern in Berlin, den Abschluss soll eine Bürgerwerkstatt im Auswärtigen Amt bilden. Dazwischen liegen 25 der Dialoge in den Bundesländern sowie fünf im Ausland.

Wir sammeln Ihre Fragen zu Europa

Welche Fragen haben Sie zur Zukunft Europas? Was soll Martin Schäfer als Sprecher Frank-Walter Steinmeiers beantworten? Schicken Sie uns bis Dienstagnachmittag um 14 Uhr Ihre Fragen an onliner@kieler-nachrichten.de

Ausgewählte Fragen werden auf der Veranstaltung gestellt. Sie können die Diskussion ab 17.30 Uhr unter www.kn-online/kntalk-europa im Liveblog verfolgen.

KN-Talk: "Welches Europa wollen wir?"

Die Diskussion in Kiel findet am Dienstag, 24. Januar, in der Kunsthalle statt. Beginn der Debatte ist um 18 Uhr, Einlass ab 17.30. Die Teilnahme ist frei. Anmeldung unter Tel. 0431/903-669 oder im Media Store der Kieler Nachrichten am Asmus-Bremer-Platz.

Die Bundesregierung und das Bundeskriminalamt (BKA) warnen laut einem Medienbericht vor möglichen Terroranschlägen mit Chemiewaffen. Als „realistische Option“ sollen demnach Anschläge auf die Trinkwasserversorgung von Wohnblöcken gelten.

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