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Politik Kanzlerkandidatenfrage der CDU: Gerhard Schröder wettet gegen AKK
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18:33 07.09.2019
Gerhard Schröder war von 1999 bis 2004 Vorsitzender der SPD. Nun hat er sich in die "K-Frage" bei der Union eingemischt.
Berlin

Offiziell ist Annegret Kramp-Karrenbauer in der Favoritenrolle: Als CDU-Vorsitzende wäre sie auch die „natürliche“ Kanzlerkandidatin der Unionsparteien bei der nächsten Bundestagswahl. Ausgerechnet Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) mischt sich nun in die Frage ein – und wirbt für Armin Laschet (CDU), den Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen.

In einem Doppelinterview mit Laschet in der „Rheinischen Post“ sagte er mit Blick auf den 58-Jährigen: „Ich würde ein gutes Abendessen in einem schönen Restaurant darauf verwetten, dass die CDU am Ende auf ihn zukommt.“ Und weiter: „Es gibt in der CDU eine Debatte, ob die Vorsitzende geeignet ist. Das will ich nicht beurteilen.“ Aber ein erfolgreicher Ministerpräsident von NRW sei auch ein potentieller Kanzlerkandidat, so Schröder.

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Auch Merz und Söder werden intern gehandelt

AKK steht in Umfragen immer schlechter da. Im jüngsten ARD-Deutschlandtrend zeigten sich 66 Prozent der Bundesbürger mit ihrer Arbeit unzufrieden. Im ZDF-Politbarometer waren es mehr als 70 Prozent – ein Negativrekordwert. Neben Laschet werden in der Union auch Friedrich Merz oder Markus Söder (CSU) als mögliche Kandidaten gehandelt.

Laschet selbst gab sich ob des Lobs von Schröder diplomatisch: „Ich bin gern Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen, da gibt es auch noch viel zu tun. Und über die Kanzlerschaft werden wir entscheiden, wenn der Zeitpunkt da ist.“ Ein Dementi klingt wohl anders.

Neben dem Lob für Laschet hatte Schröder in dem Interview auch noch einen Seitenhieb für die eigene Partei parat. Die SPD brauche trotz der momentan schlechten Umfragewerte weiter einen eigenen Kanzlerkandidaten. Aber gerade deshalb hält Schröder von der Idee eines Duos an der SPD-Spitze wenig: „Ich glaube, da wird der Versuch gemacht, etwas zu kopieren, was andere Parteien schon nicht immer als Erfolg erlebt haben.“ Und auch die Dauer der Vorsitzendensuche bei der SPD kritisierte der letzte lebende Altkanzler: „Diese langwierige Form von Führungsfindung liegt mir nicht.“

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