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Politik Ein Pirat, eine kleine Anfrage und die KVG
Nachrichten Politik Ein Pirat, eine kleine Anfrage und die KVG
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18:27 25.10.2016
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
"Bis auf weiteres fahren die KVG-Busse nutzlos im Kreis, wenn der Zug mal später kommt“, sagt Pirat Uli König. Quelle: Volker Rebehn (Archiv)
Kiel

Oppositionsabgeordnete wollen von der Regierung in Kiel mit Kleinen Anfragen derzeit wissen, wo man in der Ostsee an Bojen ankern darf, wie es um die Polizeistation Uetersen steht oder um Bus-Parkplätze. Eine neue Dimension hat nun der Pirat Uli König erreicht: „Welche Zielgruppen von Reisenden sollen die Busse der KVG (Kieler Verkehrsgesellschaft) mit Abfahrtszeit 01:15 Uhr, 02:15 Uhr usw. in Richtung Schilksee bzw. Rungholtplatz befördern?“, hat der Politiker die Landesregierung gefragt. Zwei Detailfragen folgen.

Ein Bürger habe ihm berichtet, nach der verspäteten Ankunft seines Zuges aus Hamburg, der um 1:07 Uhr ankommen soll, sei ihm der Bus vor der Nase weggefahren, sagt König zu seinen Beweggründen. Er sieht einen beispielhaften Fall: Bahn und Busse seien nicht gut genug miteinander vernetzt. Im geschilderten Fall führen dann Busse leer.

Richtiger Ansprechpartner?

Aber ob die Landesregierung der richtige Ansprechpartner war? Zwei Wochen hat die Verwaltung Zeit, solche Anfragen zu beantworten. Nun liegt das wenig überraschende Ergebnis vor: Zuständig für den Busverkehr seien Kreise und kreisfreie Städte. „Der Landesregierung ist nicht bekannt, welche Zielgruppe die Stadt Kiel mit den o.g. Busabfahrten erreichen will.“

Die Busse der KVG reagierten nicht situationsabhängig auf mögliche Verspätungen der Bahn nach Mitternacht, weil das technische Equipment fehle, sagte König auf die Regierungsantwort. „Bis auf weiteres fahren die KVG-Busse nutzlos im Kreis, wenn der Zug mal später kommt.“ KVG und Bahn müssten miteinander reden. „Sonst gucken die Kunden in die Röhre.“

2400 Anfragen seit 2012

Kleine Anfragen können durchaus interessante Fakten an den Tag bringen, bedeuten für die Verwaltung aber auch einige Arbeit. Seit Beginn der Wahlperiode 2012 gingen rund 2400 ein, die meisten von der CDU, gefolgt von Piraten und FDP.

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