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Politik Körperliche Fitness bei der Bundeswehr? Die Jugend trainiert allenfalls Daumen und Zeigefinger!
Nachrichten Politik Körperliche Fitness bei der Bundeswehr? Die Jugend trainiert allenfalls Daumen und Zeigefinger!
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14:22 19.04.2019
Gefechtsausbildung eines Panzergrenadiers in Mecklenburg-Vorpommern: Trainiert sind allenfalls noch Daumen und Zeigefinger. Quelle: Axel Heimken/dpa
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Berlin

Liegestütze, Pendelsprints, Klimmzüge: Die Bundeswehr legt wieder deutlich mehr Wert auf die Fitness ihrer Soldaten. Spezielle Programme sollen Rekruten zu Beginn der Grundausbildung auf ein geeignetes Level bringen.

Der subjektive Eindruck über die körperliche Leistungsfähigkeit junger Soldaten sei nicht besonders gut, monierte schon der Inspekteur des Heeres, Jörg Vollmer. Jetzt legt Generalinspekteur Eberhard Zorn nach: Die Fitness der Rekruten sei schlechter als noch vor 20 Jahren.

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Die Bundeswehr ist ein Spiegelbild der Gesellschaft

Die Truppe ist ein Spiegelbild der Gesellschaft, in der Sport und Bewegung von Computer- und Smartphone-Konsum verdrängt werden. Trainiert sind allenfalls noch Daumen und Zeigefinger – vom Tippen der Tastaturen.

Ungesunde Ernährung mit Fast-Food und Fertiggerichten lässt Fettreserven wachsen und Muskelmasse schrumpfen. Keine guten Voraussetzungen für Soldaten, die in Kampfeinsätze geschickt werden sollen.

Tragische Vorfälle aus der jüngeren Vergangenheit wie der Tod eines Offiziersanwärters und das Kollabieren weiterer Rekruten auf einem Übungsmarsch in Munster haben beispielhaft aufgezeigt, dass sich etwas ändern muss.

Aus Couch-Potatos werden keine Leistungssportler

Die Diskrepanz zwischen den Anforderungen der Ausbilder und der tatsächlichen Leistungsfähigkeit junger Soldaten war über die Jahre immer größer geworden. Nicht bei allen, aber doch bei einem erquicklichen Teil des militärischen Nachwuchses.

Der Bundeswehr könnte beim Thema körperliche Ertüchtigung eine Vorbildfunktion zukommen. Ausgeklügelte Trainingsprogramme machen zwar aus einem Couch-Potato innerhalb von vier Wochen noch keinen Musterathleten. Aber sie belegen, dass es durchaus möglich ist, die Fitness selbst von hartnäckigen Bewegungsverweigerern innerhalb relativ kurzer Zeit auf ein gesundes Niveau zu hieven.

Von Jörg Köpcke/RND