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Politik Merkels Verspätung: Peinlich, peinlicher, Flugbereitschaft
Nachrichten Politik Merkels Verspätung: Peinlich, peinlicher, Flugbereitschaft
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13:14 30.11.2018
Mit diesem Airbus 340 wollte Angela Merkel eigentlich zum G20-Gipfel nach Argentinien reisen: Doch dann fiel eine elektronische Verteilerbox an Bord aus – nicht die erste Panne bei der Flugbereitschaft der Bundeswehr. Quelle: dpa
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Berlin

Die deutsche Bundeskanzlerin kommt zu spät zum Treffen der Mächtigen der Welt – wegen Technik-Mängel an der Regierungsmaschine aus dem Bestand der deutschen Bundeswehr. So etwas hat es noch nie gegeben. Vom US-Präsidenten über den chinesischen Staatschef bis zu Wladimir Putin – alle haben es pünktlich nach Buenos Aires geschafft. Nur eben Angela Merkel nicht. Sie war gezwungen, auf einen Linienausflug auszuweichen. Noch dazu mussten sie und ihre Delegation eine durchaus brenzlige Landung hinter sich bringen.

Peinlich, peinlicher, Flugbereitschaft. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die schon chronischen Probleme der Bundeswehr – auf den Mangel an Material und Personal. Welche Probleme gibt es bei der Wartung der Regierungsflieger? Warum stand keine Ersatzcrew bereit, die die Kanzlerin und ihren Tross mit dem bereitstehenden Alternativ-Airbus noch rechtzeitig nach Argentinien hätte bringen können? Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und die Luftwaffe werden diese Fragen nun beantworten müssen.

„Es scheint, als würden die Pannen sich häufen bei der Flugbereitschaft

Es war im Übrigen nicht das erste schwerwiegende Problem bei VIP-Flügen für die Regierung. Schon Joschka Fischer fragte einst, ob er erst im Weltsaal des Auswärtigen Amts aufgebahrt werden müsse, damit neue Maschinen angeschafft würden. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier oder Finanzminister Olaf Scholz mussten in letzter Zeit wegen technischer Probleme an den Maschinen entweder warten oder eben Linie fliegen. Es scheint, als würden sich die Pannen häufen.

Alle Prozeduren bei der Flugbereitschaft gehören auf den Prüfstand. Dazu gehört auch die Frage, ob die vorhandenen Kapazitäten wirklich ausreichen. Ein Land wie die Bundesrepublik kann sich eine unzuverlässige Regierungs-Airline nicht erlauben. Sonst ist der Kanzlerin und ihren Ministern böser Spott auf internationaler Bühne sicher.

Von Rasmus Buchsteiner/RND