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Politik Die Bahn muss aufhören, uns die Zeit zu stehlen
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17:40 17.03.2019
Kommen Bahnkunden bei Verspätungen bald leichter an ihre Entschädigung? Quelle: Christoph Soeder/dpa
Berlin

Diese Hilflosigkeit kennt jeder Bahnkunde. Die Reise ist genau geplant, das teure Ticket ist bezahlt. Dann sitzt man im Zug – und der steht und steht und steht. Gründe gibt es viele: von der Technik bis hin dazu, dass der Zugführer noch fehlt.

Keiner ist perfekt. Alle machen Fehler, auch die Bahn. Doch wer mit einem Schnellzug unterwegs ist, will nicht langsam unterwegs sein. Und erwartet mit Recht eine Entschädigung.

Ein kundenfreundliches Unternehmen bietet eine solche Entschädigung nicht nur an. Es muss auch dafür sorgen, dass es für die Menschen möglichst einfach ist, den Anspruch geltend zu machen. Alles andere legt den Verdacht nahe, dass die Kundennähe nur vorgetäuscht ist. Und dass das Unternehmen in Wirklichkeit darauf spekuliert, dass der Kunde verzichtet.

Die Bahn gelobt Besserung

Im Internetzeitalter Kunden als einzigen Weg zur Entschädigung ein Papierformular anzubieten, ist unverschämt. Dieses abzugeben oder per Post zu verschicken ist einfach nur lästig. So lästig, dass mancher es lieber gleich bleiben lässt. Den Antragsstellern stiehlt die Bahn das, worum sie diese schon mit der Verspätung gebracht hat: nämlich Zeit.

Deshalb ist es richtig, dass Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hier Druck macht. Die Bahn gelobt jetzt Besserung und will ermöglichen, das Geld auch online zu beantragen. Schön wäre es, das würde jetzt schnell geschehen. Und nicht – wie so oft – mit immer weiter wachsender Verspätung.

Lesen Sie das Interview mit Verkehrsminister Andreas Scheuer: „Ich will gute Mobilität, saubere Luft und Klimaschutz“

Von Tobias Peter/RND

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