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Politik Garg fordert Verbot von "Homo-Heilungen"
Nachrichten Politik Garg fordert Verbot von "Homo-Heilungen"
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19:30 07.03.2019
Heiner Garg (FDP) fordert ein Verbot der sogenannten "Homo-Heilungen".  Quelle: Thomas Eisenkrätzer (Archiv)
Kiel

Die Landesregierung soll sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, Therapien zur Behandlung von Homosexualität zu untersagen. Krankenkassen dürften solche sogenannten Behandlungen nicht mehr bezahlen. Einmütig wurde gefordert, Menschen mit gleichgeschlechtlicher sexueller Orientierung vor Konversions- und Reparationstherapien zu schützen.

"Homosexualität ist keine Krankheit", hieß es einmütig. Krank machten vielmehr Ausgrenzung oder Stigmatisierung. Depressionen könnten die Folge sein. Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) wies darauf hin, dass es die höchste Selbstmordrate unter jungen Homosexuellen gebe. Der Grünen-Abgeordnete Rasmus Andresen kritisierte, dass es Gesprächs- und sogar Elektroschock-Therapien gebe. Auch die CDU-Abgeordnete Katja Rathje-Hoffmann verurteilte, dass fundamentalistische Christen vermeintliche Therapien propagierten. "Homophobie hat keinen Platz in Schleswig-Holstein" unterstrich die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Serpil Midyatli.

AfD kritisiert Vorstoß als "reine Symbolpolitik"

Auch der SSW-Abgeordnete Flemming Meyer unterstützte den Vorstoß Schleswig-Holsteins. Die geplante Bundesratsintiative werde bereits von Hessen und Bremen unterstützt. Dagegen lehnte der AfD-Abgeordnete den Vorstoß ab. Es gehe um reine Symbolpolitik, schneller zu sein als Jens Spahn. Denn der Bundesgesundheitsminister (CDU) habe bis zum Sommer ein Verbot von "Homo-Heilungen" angekündigt. Im übrigen müsse gesellschaftliche Toleranz auch für jene gelten, die ihre Homosexualität behandeln lassen wollen. Inakzeptable Methoden könnten auch heute schon strafrechtlich geahndet werden. Andresen dagegen betonte: "Liebe ist keine Krankheit, sondern ein Menschenrecht."

Von dpa

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