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Politik Linke kritisieren Wagenknecht: „Zeigt, wie wenig Respekt sie vor Leuten hat“
Nachrichten Politik Linke kritisieren Wagenknecht: „Zeigt, wie wenig Respekt sie vor Leuten hat“
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12:22 11.03.2019
Die Berliner Landeschefin Katina Schubert kritisiert Sahra Wagenknecht. Sie ist nicht die einzige. Quelle: Jörg Carstensen/dpa
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Berlin

Die Berliner Landesvorsitzende der Linken, Katina Schubert, hat den Abschied der Linksfraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht aus der Führung der so genannten Sammlungsbewegung „Aufstehen“ kritisiert.

„Ich nehme das verwundert zur Kenntnis und hoffe, dass sich jetzt nicht die Menschen, die tatsächlich Hoffnung in das Projekt gesetzt haben, von der Politik abwenden“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Man darf nicht mit Menschen und ihren Erwartungen spielen.“

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Schubert fügte hinzu: „Gleichzeitig bestätigt sich, dass Bewegungen nicht am grünen Tisch und von oben gegründet werden können. Das wiederum war zu erwarten.“

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Der linke Bundestagsabgeordnete und ehemalige Schatzmeister der Partei, Thomas Nord, sagte dem RND: „Die Art und Weise, wie sich Wagenknecht von Aufstehen verabschiedet, zeigt, wie wenig Respekt sie vor Leuten hat, die ihr nicht mehr nützlich erscheinen. Wenn sie weiter ihr eigenes Süppchen kocht, dann werde ich sie auch weiter kritisieren. Das hat nichts mit Nachkarten zu tun. Die Partei muss sich selbst ernst nehmen.“

Wagenknecht klagt über Überlastung

Wagenknecht hatte der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ gesagt: „Wir brauchen eine Neuaufstellung an der Spitze von Aufstehen. Die Parteipolitiker sollten sich zurücknehmen, das betrifft auch mich selbst. Sie waren mit ihren Erfahrungen anfangs notwendig.

Aber jetzt ist es richtig, Verantwortung abzugeben.“ Die 49-Jährige fuhr fort, sie werde die Bewegung weiter unterstützen, etwa durch öffentliche Auftritte. „Aber ich muss auch sehen, welches Arbeitspensum ich schaffe.“

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Von Markus Decker/RND

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