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Politik Mehr Gemeinsamkeiten als gedacht
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22:30 15.05.2017
Von Christian Hiersemenzel
Erstes Sondierungsgespräch zwischen FDP und Bündnis 90/Die Grünen am Montagabend im Kieler Hotel Atlantic, Robert Habeck (links) und Heiner Garg begrüßen sich. Quelle: eis - Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Jeweils vier Vertreter der CDU treffen sich Dienstagmittag im feinen Hotel Kieler Kaufmann erst mit Vertretern der Grünen und dann am Nachmittag mit Vertretern der FDP. Für Mittwoch ist im Kieler Hotel Atlantic ein gemeinsames Treffen der Vierer-Verhandlungsgruppen geplant. Dort hatten sich am Montagabend die beiden kleineren Parteien beschnuppert.

Die Grünen wurden vertreten von Umweltminister Robert Habeck, Finanzministerin Monika Heinold, Fraktionschefin Eka von Kalben und Parteichefin Ruth Kastner. Habeck hatte zuvor die SPD unter Druck gesetzt. Sie müsse „zügig ein Angebot an FDP und Grüne machen, das ein Ampel-Bündnis ermöglicht“. Heinold schlug am Abend in dieselbe Kerbe: „Ich erwarte, dass die SPD die Weichen so stellt, dass auch die FDP in Ampel-Verhandlungen einsteigen kann.“

Die FDP blieb vorerst auf Jamaika-Kurs. Für die Liberalen kamen Fraktionschef Wolfgang Kubicki, ein demonstrativ entspannter Parteichef Heiner Garg, Fraktionsvize Christopher Vogt und der mögliche neue Wirtschaftsminister Bernd Buchholz zum Stelldichein mit den Grünen. „Angenehm und vertrauensvoll“ sei das rund zweistündige Gespräch gewesen, hieß es im Anschluss. Ziel sei es, Ende Juni einen Ministerpräsidenten zu wählen – gegebenenfalls auch eine Ministerpräsidentin, wie Heinold ergebnisoffen betonte. Garg stellte Gemeinsamkeiten in der Bürgerpolitik, Innen- und Sozialpolitik fest.

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