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Politik Menschenrechtler kritisieren Festnahmen von Kindern unter IS-Verdacht
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11:08 06.03.2019
Im Irak hat es nach Erkenntnissen der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch Hunderte Terroranklagen gegen Kinder gegeben. Quelle: AP Photo/Bram Janssen, File
Berlin

Im Irak hat es nach Erkenntnissen der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch Hunderte Terroranklagen gegen Kinder gegeben.

Ende 2018 hätten der Irak und die kurdische Regionalregierung schätzungsweise 1500 Minderjährige unter dem Vorwurf festgehalten, sich der Terrormiliz Islamischer Staat angeschlossen zu haben, hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Oft seien sie gefoltert worden, um ihnen Geständnisse abzupressen.

Der Kinderrechtsexperte von Human Rights Watch, Jo Becker, warnte vor den Folgen eines solch pauschalen und rigorosen Vorgehens. „Das ist keine Gerechtigkeit“, sagte er.

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Viele der beschuldigten Kinder würden ihr Leben lang darunter zu leiden haben. Dem Bericht zufolge sollten Minderjährige, die von bewaffneten Gruppen rekrutiert wurden, in erster Linie als Opfer betrachtet, rehabilitiert und wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden.

Von RND/AP/ngo

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