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Politik Mögliche Sexaffäre: US-Abgeordnete Katie Hill wittert „Schmutzkampagne“
Nachrichten Politik Mögliche Sexaffäre: US-Abgeordnete Katie Hill wittert „Schmutzkampagne“
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18:47 29.10.2019
US-Abgeordnete Katie Hill hat nach der Enthüllung einer Affäre mit einer Wahlkampfmitarbeiterin ihren Rücktritt angekündigt. Quelle: Marcio Jose Sanchez/AP/dpa
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Washington

Die US-Abgeordnete Katie Hill sieht sich nach Gerüchten über eine Affäre mit einem ihrer Mitarbeiter im Kongress einer „Schmutzkampagne“ ausgesetzt. Das erklärt die Demokratin in einem Internetvideo. Darin macht sie neben Republikanern und rechten Medien auch ihren Ex-Mann Kenny Heslep verantwortlich. „Ich bin verletzt. Ich bin wütend“, sagt die Demokratin in dem Video.

Hill hatte am Sonntag ihren Rückzug aus dem US-Repräsentantenhaus angekündigt. Grund dafür waren Vorwürfe über eine möglicherweise sexuelle Beziehung mit einem ihrer Mitarbeiter im Kongress. Das ist Abgeordneten in den USA verboten. Der Ethikausschuss des Repräsentantenhauses hatte diesbezüglich eine Untersuchung angekündigt. Öffentlich hatten den Vorwurf die konservative Nachrichtenplattform „RedState“ und das Boulevardmagazin „Daily Mail“ gemacht.

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„Ich habe nie behauptet, perfekt zu sein“

Hill widerspricht den Vorwürfen, eine sexuelle Beziehung zu einem ihrer Kongressmitarbeiter gehabt zu haben. Allerdings gibt die bisexuelle Politikerin zu, gemeinsam mit ihrem Ex-Mann eine Dreiecksbeziehung mit einer Mitarbeiterin ihres Wahlkampfteams geführt zu haben. Damit hätte sie gegen keine Regeln verstoßen, da sie zum Zeitpunkt des Wahlkampfes noch keine Abgeordnete war. „Ich habe nie behauptet, perfekt zu sein“, sagt Hill. Sie hätte jedoch nicht damit gerechnet, dass ihre „Unvollkommenheit“ als Waffe gegen sie verwendet würde.

Anderen Frauen macht die 32-Jährige dennoch Mut, sich politisch zu engagieren. „Ich werde es nicht zulassen, dass meine Erfahrung andere junge Frauen oder Mädchen davon abschreckt, für ein Amt zu kandidieren“, sagt Hill.

Hill: Nicht von Ukraine-Affäre ablenken

Zudem warnt die US-Demokratin davor, ihren Fall zu instrumentalisieren, um von der Ukraine-Affäre um Donald Trump abzulenken. Der US-Präsident soll die ukrainische Regierung aufgefordert haben, für eine Unterstützung Kiews den USA Gegenleistungen zu bieten. Die Demokraten prüfen deshalb ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten.

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RND/ms