Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Politik Beginnt die Schule bald später?
Nachrichten Politik Beginnt die Schule bald später?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:04 19.04.2018
Von Ulf Billmayer-Christen
Ein späterer Schulbeginn könnte die Leistungen der Schüler anspornen, besagen Studien. Quelle: Thomas Imo/photothek.net
Kiel

 „Ich bin da offen“, sagt Schulministerin Karin Prien (CDU) unserer Zeitung mit Blick auf den Vorstoß einiger Spitzen-Grüner. Sie wollen die „zweite Schulstunde zur ersten“ machen, also den Unterrichtsbeginn von derzeit in der Regel 7.30 bis 8.00 Uhr um 50 Minuten auf 8.20 bis 8.50 Uhr verschieben. Begründung: Viele Kinder kämen schlecht aus den Betten und könnten dem Unterricht zunächst kaum folgen.

„Das ist ein Thema, das man breit diskutieren muss“, betont Prien auch mit Blick auf Arbeitgeber und Nahverkehrs-Anbieter. „Ich weiß, dass die Diskussion darüber in anderen Bundesländern geführt wird.“ Als Vorreiter gilt ein Gymnasium in Alsdorf bei Aachen. Dort müssen Oberstufenschüler erst zur zweiten Stunde um 9 Uhr erscheinen. Dem Vorsitzenden der Nord-Grünen, Steffen Regis, reicht das nicht. „In allen Schularten, von der Grundschule bis zum Gymnasium, gibt es einerseits Lerchen- und andererseits Eulen-Kinder.“Gemeint sind Frühaufsteher sowie Morgenmuffel.

Um Letztere geht es den Grünen. „Viele Eulen-Kinder schlummern in der ersten Stunde noch und lernen daher weniger.“ Die Vorsitzende der Landtagsfraktion, Eka von Kalben, verweist auf wissenschaftliche Studien. Demnach stehe der frühe Schulbeginn bei vielen Kindern nicht im Einklang mit dem Bio-Rhythmus. „Es geht mir ans Herz, wenn ich wie in den vergangenen Monaten frühmorgens und noch im Dunklen Grundschüler mit schwerem Ranzen an der Bushaltestelle stehen sehe.“

Strafzölle, Syrien-Konflikt und neue Sanktionen für Russland – am Donnerstag trifft Bundesfinanzminister Olaf Scholz erstmals auf den US-Vizepräsident Mike Pence. Die Einladung ins Weiße Haus kam überraschend.

19.04.2018

59 Jahre nach der Revolution geht in Havanna eine Ära zu Ende: Erstmals seit 1959 rückt ein Präsident an die Staatsspitze, der nicht Castro heißt. Der Ein-Parteien-Staat hofft auf einen reibungslosen Übergang – doch unter den Gewinnern und Verlierern im neuen Kuba wachsen die Spannungen.

19.04.2018

Zehntausende Flüchtlinge aus Nordafrika und dem Nahen Osten sollen bis zum Herbst 2019 in der EU angesiedelt werden. Tausende von ihnen auch in Deutschland. Das bestätigte die EU-Kommission.

19.04.2018