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Politik Nord-CDU will mit Kita-Politik punkten
Nachrichten Politik Nord-CDU will mit Kita-Politik punkten
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15:30 24.03.2018
Von Ulf Billmayer-Christen
CDU-Landeschef Daniel Günther will Schleswig-Holstein zum familienfreundlichsten Bundesland machen. Quelle: Markus Scholz/dpa
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Ahrensburg

„Wir haben uns verständigt, dass wir optimistisch in die Wahl gehen“, sagte Günther. Die Wahl am 6. Mai sei ein Jahr nach der Landtagswahl auch ein Stimmungstest für die Jamaika-Regierung. Sie habe gute Arbeit geleistet.

Die CDU wolle Schleswig-Holstein zum „familienfreundlichsten“ Bundesland machen, kündigte Günther an. Das gelte für Kitas, Schulen und Sportstätten. Auf Nachfrage räumte Günther ein, dass andere Länder wie etwa Hamburg bereits kostenlose Kita-Plätze anbieten würden. „Der Superlativ mit dem familienfreundlichsten Land ist sicherlich ein zugespitzte Formulierung.“

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6500 Kandidaten treten an

Nach Angaben von Günther tritt die CDU erstmals mit vier Spitzenkandidatinnen in den Kreisen und kreisfreien Städten an. Der Anteil von Frauen und der Anteil von jüngeren Kandidaten seien deutlich höher als 2013. Auf 507 Listen (minus 14 gegenüber den Kommunalwahlen 2013) treten demnach insgesamt rund 6500 Kandidaten der CDU an. "Das unterstreicht, dass wir die Heimatpartei in Schleswig-Holstein sind." CDU-Landtags-Fraktionschef Tobias Koch hofft darauf, dass sich die Aufbruchsstimmung der Jamaika-Koalition auf Landesebene auf die Kommunen übertrage.

Glasfaseranschluss soll Standard werden

Impulse verspricht sich die Union von der Digitalisierung. "Wir haben uns vorgenommen, dass wir Digitalisierungsland Nummer eins in Deutschland werden", sagte Günther. Bis 2021 sollen zwei Drittel des Landes an das Glasfasernetz angeschlossen sein, bis 2025 jede Gemeinde. Der Glasfaseranschluss bis zum Haus soll mittelfristig Standard werden.

Gast der Klausurtagung des erweiterten Landesvorstands sowie der Bundestags- und Landtagsabgeordneten war am Freitagabend der Chef des Bundeskanzleramts, Bundesminister Helge Braun. Die Ziele der Jamaika-Koalition nannte er "ehrgeizige Pläne". Am Sonnabend nahmen an den Gesprächen in Ahrensburg auch die Kreis- und Stadtpräsidenten sowie die CDU-Fraktionschefs und Spitzenkandidaten der 15 Kreise und kreisfreien Städte teil.