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Politik Petry rät Wagenknecht zur Gründung einer neuen linken Partei
Nachrichten Politik Petry rät Wagenknecht zur Gründung einer neuen linken Partei
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14:58 17.09.2018
Frauke Petry hat nach ihrem Ausstieg aus der AfD die Blaue Partei gegründet. Quelle: picture alliance / Sebastian Kah
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Berlin

Die frühere AfD-Vorsitzende Frauke Petry rät der Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht zum Austritt aus der Linken und zur Gründung einer neuen Partei. Petry sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Sahra Wagenknecht wird mit ihrer Sammlungsbewegung den Kurs der Linken nicht ändern können. Wenn es ihr aber ernst mit einem alternativen linken Angebot an die Wähler ist, muss sie zügig eine neue Partei gründen. Bis zur Europawahl und den Landtagswahlen im Osten vergeht die Zeit schnell.“

Petry, die mit ihrer „Blauen Partei“ bei den Landtagswahlen 2019 in Sachsen und Thüringen antreten will, bietet Wagenknecht Unterstützung an. „Möglicherweise fehlt ihr dazu jedoch der Mut oder die organisatorische Erfahrung. Wir zeigen gerade, wie es funktionieren kann.“ Sahra Wagenknecht „könnte der AfD im Osten wirklich gefährlich werden“, glaubt Petry.

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Neue Partei der Linken könnte politische Spektrum ordnen

Petry sieht viele Parallelen zwischen sich und der Linken-Politikerin: „So wie ich bis 2017 auf dem Kölner Parteitag versucht habe, die AfD auf einen konstruktiven Kurs zu führen und für meinen realpolitischen Kurs geworben habe, hat Sahra Wagenknecht ihre Position zur kontrollierten Migration gegen die Mehrheit der Linken verteidigt.“

Eine neue Partei auf der Linken könnte das politische Spektrum wieder ordnen, so Petry. „Das alte Links-Rechts-Schema in der Politik ist in Unordnung geraten. Wirtschaftlich liberal, bürgerlich konservativ auf der rechten Seite und links eher staatsgelenkt und gesellschaftlich progressiv. Petry und Wagenknecht könnten das von verschiedenen Seiten wieder zurechtrücken. Dann hätten wir wieder klare Verhältnisse. Und Sahra Wagenknecht könnte der AfD im Osten wirklich gefährlich werden“, sagte Petry dem RND.

Von RND/Jan Sternberg