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Politik Protest gegen reine Männerveranstaltung – Grüne fordern Solidarität
Nachrichten Politik Protest gegen reine Männerveranstaltung – Grüne fordern Solidarität
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15:07 22.01.2019
An dem mehrstündigen Essen nehmen rund 800 Herren teil. Der Ablauf von Essen, Trinken und Singen ist minuziös geplanten. Auf dem Fest werden Spenden für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger gesammelt. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Bremen

Eine Gala kategorisch ohne Frauen: Die Bremer Grünen wollen gegen eine traditionelle, aber ihrer Sicht nach „zutiefst sexistische Veranstaltung“ harte Kante zeigen.

Nachdem die stellvertretende Regierungschefin Karoline Linnert (Grüne) nicht zum Eiswettfest eingeladen wurde, gab es harsche Kritik. Die Grünen wollen das Thema nun ins Parlament bringen.

Ziel des Dringlichkeitsantrags ist es, dass künftig weder der Regierungschef noch offizielle Vertreter von Senat und vom Magistrat der Stadt Bremerhaven an der Runde von etwa 800 Männern in Frack und Smoking teilnehmen. Dem Antrag müsse die SPD nun noch zustimmen, sagte der Pressesprecher der Grünen, Matthias Makosch, am Dienstag.

SPD und Grüne regieren im kleinsten Bundesland. „In diesen Tagen ist klar geworden, dass das Eiswettfest eine zutiefst sexistische Veranstaltung ist“, sagte die geschlechterpolitische Sprecherin der Grünen, Henrike Müller.

Lesen Sie auch: Bürgermeisterin darf nicht zu Fest, weil sie eine Frau ist

Der zur Traditionsrunde am Samstag geladene Regierungschef Carsten Sieling (SPD) musste wegen der Trauerfeier für Danzigs Bürgermeister Pawel Adamowicz absagen. Protokollarisch hätte nun Linnert als Bürgermeisterin ihren Chef vertreten sollen.

Doch die Einladung blieb aus. Daraufhin sagte auch der SPD-Innensenator Ulrich Mäurer seine Teilnahme ab. Das Eiswettfest ist in seinem Selbstverständnis eine reine Männerrunde. Eine Frau hat noch nie teilgenommen.

Von RND/dpa/ngo

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