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Politik Proteste und Angriffe gegen die Migranten aus Mittelamerika
Nachrichten Politik Proteste und Angriffe gegen die Migranten aus Mittelamerika
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11:52 18.11.2018
Zahlreiche Anwohner der mexikanischen Stadt Tijuana protestieren gegen die Ankunft weiterer Migranten aus Mittelamerika. Die Kundgebung fand nahe der Grenze zu USA statt. Quelle: Omar Martínez/dpa
São Paulo/Mexiko-Stadt

 Die bevorstehende Ankunft von weiteren Tausenden Migranten hat unter den Einwohnern der mexikanischen Grenzstadt Tijuana Proteste und fremdenfeindliche Angriffe ausgelöst. Migranten sagten, dass sie rassistisch beleidigt und dass Steine nach ihnen geworfen worden seien, wie die Tageszeitung „El Universal“ am Samstag (Ortszeit) berichtete. In den sozialen Medien warf eine Bürgerbewegung den Migranten vor, kriminell zu sein und die Stadt zu verdrecken. Die Initiative hat für Sonntag zu einem Protestmarsch aufgerufen. Zeitgleich ist eine Solidaritätsveranstaltung für die Migranten aus Mittelamerika geplant. Die Behörden rechnen damit, dass die Zahl der Migranten in Tijuana bald auf 10 000 wachsen könnte. Das eigentliche Ziel der meisten von ihnen sind die USA.

Die mexikanischen Behörden teilten weiter mit, dass bereits 3336 Migranten, die in der Mehrheit aus Honduras stammen, in Tijuana angekommen seien. Weitere Gruppen sind auf dem Weg in die Grenzstadt. In mehr als 30 Bussen seien etwa 1600 Menschen unterwegs, die noch am Sonntag in Tijuana erwartet wurden. Eine weitere große Gruppe befand sich Sonntag etwa 180 Kilometer von Tijuana entfernt.

Tijuanas Bürgermeister spricht von einer „Lawine“

Tijuanas Bürgermeister Juan Manuel Gastélum sprach von einer „Lawine“, auf die seine Stadt nicht vorbereitet sei. „Diese Leute kommen mit einem aggressiven Plan, sie sind unverschämt und fordern die Sicherheitskräfte heraus“, sagte er im TV-Sender Milenio. Er befürchtet, dass die Migranten mehr als ein halbes Jahr in Tijuana ausharren, bis ihr Asylantrag vom US-Grenzschutz bearbeitet worden sei. Während die Migranten auf ihrem Weg durch Mexiko sehr viel Solidarität von den Einwohnern erfahren haben, ist die Stimmung in Tijuana hochgradig angespannt. Die Migranten campieren mehrheitlich am Strand. Hilfsorganisationen versuchen, sie mit Lebensmitteln zu versorgen.

5000 US-Soldaten an Südgrenze zu Mexiko

Die USA haben inzwischen rund 5000 Soldaten und zusätzlich 2000 Reservisten an der Südgrenze zu Mexiko stationiert, um die Migranten an einem Grenzübertritt zu hindern. Der Grenzzaun, der Tijuana von San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien trennt, wurde mit Stacheldraht befestigt. US-Präsident Donald Trump sagte, die Soldaten sollten so lange an der Grenze bleiben, wie es notwendig sei.

Von RND/dpa/jw

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