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17:04 20.02.2019
Kopien einer brisanten Akte in der Rocker-Affäre sind verschwunden. Quelle: Matthias Hoenig/dpa (Symbolfoto)
Kiel

Vertreter des Innenministeriums konnten vor dem Innen- und Rechtsausschuss zur Rocker-Affäre am Mittwoch keine Angaben darüber machen, wo mehrere Kopien eines als vertraulich eingestuften Berichts von Beamten des Landeskriminalamts (LKA) Mecklenburg-Vorpommern im Auftrag des hiesigen LKA über Vorwürfe gegen Polizeiführer im Zusammenhang mit Ermittlungen zum sogenannten Subway-Verfahren geblieben sind.

Offene Frage: Enthielt die Akte Schwärzungen?

Es seien damals Fehler unterlaufen, sagte Innenstaatssekretär Torsten Geerdts (CDU) vor dem Ausschuss. Er dulde nicht, dass sich das wiederhole.

Sein Ministerium konnte eine Kleine Anfrage des SPD-Obmanns im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss, Kai Dolgner, noch nicht beantworten, ob diese Kopien Schwärzungen enthielten. Die Prüfungen dazu seien noch nicht abgeschlossen.

Dolgner: Nicht immer gleich Konspiration vermuten

Kai Dolgner sagte am Rande der Rocker-Affären-Sitzung, „man soll nicht immer gleich Konspiration vermuten, wo Inkompetenz auch eine Erklärung ist“. Beamte aus dem Nachbarland hatten Mobbing-Vorwürfe gegen zwei ehemalige Ermittler untersucht. Die beiden Beamten waren 2010 gegen ihren Willen aus der Soko Rocker versetzt worden, weil sie Aktenvermerke in der von Vorgesetzten eingeschränkten oder geänderten Form nicht akzeptieren wollten. Sie hatten darauf beharrt, dass auch der entlastende Hinweis zu einem damals in Untersuchungshaft sitzenden Rocker zu den Akten genommen wird.

Von KN/dpa

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