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Politik SPD unbeeindruckt von Umfragetief in Brandenburg
Nachrichten Politik SPD unbeeindruckt von Umfragetief in Brandenburg
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17:06 02.01.2019
Dietmar Woidke, Ministerpräsident und Landesvorsitzender der SPD in Brandenburg. Quelle: imago/Martin Müller
Dresden

Die Brandenburger SPD hat sich von weiteren Verlusten in einer Umfrage zur Landtagswahl unbeeindruckt gezeigt. „Für uns ändert sich nichts“, sagte Generalsekretär Erik Stohn am Mittwoch auf Anfrage. „Wir arbeiten hart, um mit Abstand stärkste Kraft zu werden und weiterhin den Ministerpräsidenten zu stellen.“

Hier geht er zur ganzen Umfrage

Nach einer am Dienstag vorab veröffentlichen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der „Märkischen Allgemeinen“ würde die SPD bei der Landtagswahl am 1. September nur auf 20 Prozent der Stimmen kommen. Damit liegt die Regierungspartei hier gleichauf mit der rechtspopulistischen AfD.

In einer Umfrage vom vergangenen Herbst (Infratest dimap im Auftrag des RBB-Fernsehmagazins „Brandenburg Aktuell“ und von Antenne Brandenburg) waren beide Parteien noch auf 23 Prozent gekommen. Bei der Landtagswahl 2014 war die SPD noch mit 31,9 Prozent stärkste Kraft geworden, die AfD erreichte damals 12,2 Prozent.

Die AfD habe sich mittlerweile in der politischen Landschaft Brandenburgs etabliert, meinte deren Fraktionsvorsitzender im Landtag, Andreas Kalbitz am Mittwoch. „Der Erfolg der AfD wird in Brandenburg 2019 zu einer fälligen Neuordnung führen.“

Umfrage-Sieger sind die Grünen

Zweitstärkste Kraft würde laut Umfrage mit 19 Prozent die CDU, die 2014 noch auf 23,0 Prozent der Zweitstimmen gekommen war. Deren Generalsekretär Steeven Bretz verwies darauf, dass die amtierende rot-rote Landesregierung nach dem Umfrageergebnis keine Mehrheit mehr hätte. „Für die anstehenden Wahlen ist damit alles offen“, sagte er. Allerdings müsse die CDU daran arbeiten, „wahrnehmbarer“ zu werden.

Die Linke stagniert der Umfrage zufolge weiter bei 18 Prozent (2014: 18,6 Prozent). Die Umfrage zeige aber, dass Mehrheiten für eine sozial gerechtere Entwicklung des Landes möglich seien, betonte ihr Landesgeschäftsführer Stefan Wollenberg. „Wir werden dafür streiten, möglichst viele Wählerinnen und Wähler für diese Entwicklung zu gewinnen.“

Umfrage-Sieger sind die Grünen, die sich auf 12 Prozent verbessern konnten. Bei der Landtagswahl im Herbst 2014 hatten sie 6,2 Prozent der Stimmen geholt. Das Umfrageergebnis gebe Kraft für das Superwahljahr mit Kommunal-, Europa und Landtagswahlen, meinte die Landesvorsitzende Petra Budke. „Wir bleiben auf dem Teppich und kämpfen weiterhin mit Leidenschaft für unsere Ziele, Brandenburg ökologischer, sozialer und weltoffener zu machen.“

Von RND/dpa/ngo

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