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Politik Seehofer serviert bei Islamkonferenz Blutwurst
Nachrichten Politik Seehofer serviert bei Islamkonferenz Blutwurst
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13:44 01.12.2018
Eine Blutwurst liegt auf der Theke einer Metzgerei (Symbolfoto).
Eine Blutwurst liegt auf der Theke einer Metzgerei (Symbolfoto). Quelle: Oliver Berg/dpa
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Hannover

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte beim Auftakt der Islamkonferenz, dass er sich einen „deutschen Islam“ und ein gutes Miteinander wünsche. Zum Treffen wurden deutsche Islamverbände und muslimische Vertreter eingeladen. Bei der Islamkonferenz sollten vor allem „alltagspraktische Fragen des Zusammenlebens besprochen“ werden.

Doch dann das: Auf dem Speiseplan stand unter anderem Blutwurst, also Schweinefleisch. Problem: Die Islamkonferenz wurde hauptsächlich von Muslimen besucht. Der Verzehr von Schweinefleisch ist in dieser Religion verboten.

Der türkische Journalist Tuncay Özdamar empfand die unglückliche Speisauswahl respektlos – und teilte seinen Ärger via Twitter mit.

Am Freitag antwortete das Bundesinnenministerium dem Journalisten und verteidigte die Zusammensetzung des Buffets. Falls sich Anwesende „in ihren religiösen Gefühlen gekränkt gesehen haben“, würde man dies trotzdem bedauern.

Dem Innenministerium passierte laut dem „SWR“ vor zwölf Jahren ein ähnlicher Fauxpas. Bei der ersten Islamkonferenz 2006 wurde den Gästen ebenfalls Schweinefleisch angeboten. In Form von Schinkenhäppchen.

Von RND/ka