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Politik So emotional verteidigt die SPD Willy Brandt gegen die AfD
Nachrichten Politik So emotional verteidigt die SPD Willy Brandt gegen die AfD
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11:57 13.08.2019
Der damalige SPD-Vorsitzende Willy Brandt im Jahr 1976 bei einer Pause während einer Wanderung bei Bielefeld. Die Mandoline gehörte einem mitwandernden Musiker.
Berlin

Sie wollen ihren Willy Brandt nicht hergeben: Weil die AfD im brandenburgischen Landtagswahlkampf den früheren SPD-Vorsitzenden und Bundeskanzler in ihrer Wahlwerbung verwendet hat, startete die Landes-SPD eine Gegenkampagne.

Unter dem Motto #wirsindwilly zeigen prominente und weniger prominente SPD-Mitglieder auch auf Bundesebene zum Teil sehr emotional ihre Verbundenheit mit der SPD-Ikone.

Besonders viele stellten sich mit diesem Zitat Brandts gegen die Rechtspopulisten, darunter Außenminister Heiko Maas.

Die bayerische SPD-Chefin Natascha Kohnen entschied sich für das Foto vom Kniefall Brandts am Ehrenmal für die Toten des Warschauer Ghettos im Jahr 1970. Brandt hatte damit um Vergebung für die deutschen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs gebeten.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, strahlten im Doppelpack am See - vergaßen aber den Windschutz am Mikrophon.

Die Berliner SPD-Politikerin Sawsan Chebli, die erst nach Brandts Amtszeit geboren wurde, stellte sich symbolträchtig vors Brandenburger Tor.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer zeigte sich empört.

Auch SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil äußerte sich.

Ein Plakat der AfD in Brandenburg zeigt ein Bild von Brandt mit seinem bekannten Ausspruch „Mehr Demokratie wagen“. Die SPD-Gegenplakate tragen die Aufschrift „Wir wollten die Freiheit. Wir haben sie erkämpft. Sorge dafür, dass sie bleibt“.

In Brandenburg, das derzeit von SPD und Linkspartei regiert wird, wird wie in Sachsen am 1. September ein neuer Landtag gewählt.

In der jüngsten Umfrage lag die AfD mit 21 Prozent auf dem ersten Platz vor der CDU mit 18 Prozent. Die SPD landete mit 17 Prozent auf Platz 3. Dahinter folgten die Grünen mit 16 Prozent und die Linkspartei mit 14 Prozent.

RND/vat

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