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Politik So soll der Tourismus besser werden
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00:16 25.11.2012
Von Kai Pörksen
Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, hier mit Peter Michael Stein (links, IHK) und Bernd Eisenstein (rechts, Fachhochschule Westküste), möchte Schleswig-Holsteins touristisches Profil schärfen. Quelle: Pörksen
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Die neue Landesregierung ließ das bisherige Marketingkonzept des Landes auf den Prüfstand stellen. Die mit einem Gutachten beauftragte Berliner dwif-Consulting stellte ein ernüchterndes Ergebnis vor. Neue Ideen seien dringend gefragt, so Markus Seibold von dwif.

 Man solle mit Nachbarländern gemeinsam um Gäste werben, die Tourismusbranche sich mit dem Einzelhandel verbünden, Dienstleistungsbranchen mit anderen Branchen kooperieren. Durch unerwartete Verbindungen könnten neue Möglichkeiten entstehen. Wirtschaftsminister Reinhard Meyer: „Die Tourismus-Strategie muss nachjustiert werden.“

 „Nur wer die Bedürfnisse und Wünsche seiner Kunden kennt, die Produktentwicklung sowie das Marketing auf seine Zielgruppe abstimmt, wird am Markt erfolgreich sein“, sagte Christian Schmidt, Geschäftsführer der Tourismus Agentur Schleswig-Holstein (TASH).

 Schlüssel zum Erfolg könnte die Vermarktung von mehr Erlebnisräumen sein. Durch eine konsequente und kundenorientierte Vermarktung solcher Bereiche, die für touristische Themen und Produkte stehen, könne es gelingen, den Markenwert Schleswig-Holstein klarer herauszustellen.

 Mehr Beachtung in den touristischen Konzepten sollten junge Menschen und Bürger anderer Staaten bekommen. Ausländer buchen zurzeit nur sechs Prozent aller Übernachtungen in Schleswig-Holstein. Die Entwicklungschancen in den Märkten Dänemark, Schweden, Österreich und Schweiz seien sehr gut, so die TASH.

 Und noch ein Problem müsse in den Griff bekommen werden: Die Aufenthaltsdauer der Gäste sinke. Entweder man schaffe es, die Zahl der Gäste zu erhöhen, oder man schaffe durch Qualität eine höhere Wertschöpfung, so Frank Behrens, stellvertretender Vorsitzender des Tourismusverbandes Schleswig-Holstein.

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