Spannende Landtagswahl - Albig und Günther liegen Kopf an Kopf
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Politik Albig und Günther liegen Kopf an Kopf
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07:00 06.05.2017
Von Ulf Billmayer-Christen
Vor dem Landeshaus richten sich seit Montag die Fernsehsender ein. Quelle: fpr: Frank Peter
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Kiel

 Den Ausschlag dürften Grüne, FDP und SSW geben. Meinungsforscher schließen nicht aus, dass verschiedene Regierungsbündnisse möglich sein werden und sich erst Tage nach der Wahl entscheidet, wer Schleswig-Holstein die nächsten fünf Jahren regiert.

Ministerpräsident Albig warb am Freitag dafür, die Koalition mit Grünen und SSW fortzusetzen. Zugleich sorgte er mit einer Äußerung im ARD-Fernsehen für Irritationen. „Natürlich haben wir einen Plan B.“ Gemeint sind zwei rechnerisch mögliche Koalitionen, zum einen mit Grünen und FDP, zum anderen mit der CDU. SPD-Chef Ralf Stegner wollte sich zu einem „Plan B“ nicht äußern. „Wir arbeiten mit aller Kraft an Plan A.“ Er verwies auf das Politbaromter, nach dem am Donnerstag noch jeder dritte Schleswig-Holsteiner unentschlossen war.

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Herausforderer Günther sieht sich im Aufwind. Er bekräftigte auf der Kundgebung mit Kanzlerin Angela Merkel in Eckernförde sein Ziel, die CDU erneut zur stärksten Partei zu machen. Günther favorisiert ein rechnerisch mögliches Jamaika-Bündnis (CDU, FDP, Grüne), falls es mit seinem Wunschpartner FDP allein nicht reicht. Ein solches schwarz-gelbes Bündnis könnte laut Politbarometer nur auf eine Mehrheit im Landtag hoffen, falls AfD und Linke den Sprung ins Parlament verpassen.

Wer am Sonntag die Nase vorn hat, hängt auch von der Wahlbeteiligung ab. Sie hatte 2012 mit 60,2 Prozent ein Rekordtief erreicht. Um so zahlreicher sind die Wahlaufrufe, unter anderem von Landtagspräsident Klaus Schlie, Kirchen und Gewerkschaften. Die katholische Kirche wandte sich sogar an alle Erstwähler. Diese Gruppe ist besonders groß, weil das Wahlalter auf 16 gesenkt wurde.

Florian Sötje 26.10.2017
05.05.2017