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Politik Jamal Nasser M. ließ Arzttermin verstreichen
Nachrichten Politik Jamal Nasser M. ließ Arzttermin verstreichen
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19:16 20.07.2018
Jamal Nasser M. wurde am 3. Juli in ärztlicher Begleitung abgeschoben. (Symbolbild) Quelle: imago/Michael Trammer
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Hamburg

Der abgeschobene 23-jährige Jamal Nasser M. wurde vor seiner Abschiebung in Hamburg nicht weiter untersucht. M. reichte ein Attest bei der Behörde ein, das eine psychische Erkrankung erwähnt, aber keine spezifische Diagnose enthält. Das geht aus einer Anfrage der Linken-Politikerin Christiane Schneider an den Hamburger Senat hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Das Attest erfüllte jedoch nicht die bundesgesetzlichen Anforderungen, um eine Abschiebung zu verhindern. Also lud die Behörde M. für den 12. Juni zu einer ärztlichen Untersuchung vor. Diesen Termin ließ M. aus unbekannten Gründen verstreichen.

Anhand des vorgelegten Attests, in dem keine Hinweise auf Suizidgefahr zu finden waren, befand eine Fachärztin der Hamburger Ausländerbehörde M. für „flugtauglich in Begleitung eines Arztes“. Der begleitende Arzt hat M.s Flugtauglichkeit am 3. Juli nochmals bestätigt. Die Bundespolizei registrierte kein auffälliges Verhalten während der rund 12-stündigen Busfahrt.

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M. hatte zuletzt Probleme im Umfeld

M. bezog bis Juli Leistungen gemäß des Asylbewerberleistungsgesetzes. Im September 2017 begann er eine Ausbildung als Konstruktionsmechaniker. Aufgrund von unentschuldigten Fehlzeiten wurde er bereits im Oktober gekündigt. Gründe für die Fehlzeiten sind nicht bekannt. Im April verbüßte M. zehn Tage lang eine Ersatzfreiheitsstrafe – aus Kapazitätsgründen – in einer sozialtherapeutischen Anstalt.

Von Frida Kammerer/RND

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