Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Politik Tarifstreit bei AKW-Wachdiensten verschärft
Nachrichten Politik Tarifstreit bei AKW-Wachdiensten verschärft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:06 11.06.2012
Streiks in Kraftwerken drohen nach gescheiterten Verhandlungen. Quelle: M. Gambarini
Brokdorf/Kiel

Es sei mit Streiks zu rechnen. Ohne Notdienstvereinbarung kann laut Verdi die Sicherheit der Kraftwerke und damit der Betrieb nicht mehr sichergestellt werden. Im Streikfall müsste die Atomaufsicht einschreiten und eventuell das erst Ende Mai nach der Jahresrevision wieder angefahrene Kraftwerk Brokdorf abgeschaltet werden, erklärte Verdi-Fachbereichsleiter Dieter Altmann. Die Anlage in Krümmel bei Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) ist ohnehin seit Jahren nicht mehr am Netz und soll nach dem von der Bundesregierung beschlossenen Atomausstieg nie wieder Strom liefern.

Verdi kämpft für einen bundesweit einheitlichen Tarifvertrag für das Wachpersonal in allen 21 Kernkraftwerken. Wegen des Atomausstiegs sind künftig nicht mehr so viele Wachleute nötig. Verdi will Regelungen für Altersteilzeit und Umschulung erreichen sowie einen Ausgleich für wirtschaftliche Nachteile bei Jobverlust. Bundesweit gibt es laut Verdi 1500 AKW-Sicherheitskräfte. An den drei AKW in Schleswig-Holstein - neben Krümmel und Brokdorf auch das abgeschaltete Kraftwerk Brunsbüttel - arbeiten rund 340 Menschen im Bereich der Bewachung.

Das für die Atomaufsicht zuständige Justizministerium in Kiel betonte, dass zuallererst die Betreiber in der Pflicht stünden, für die Sicherheit und Sicherung ihrer Anlagen zu sorgen. Verantwortliche Mitarbeiter könnten die Aufgaben des Wachschutzes übernehmen. Gegebenenfalls müsse der Betreiber den Zugang zur Anlage reglementieren oder absperren. Die Atomaufsicht werde "streng darauf achten, dass dieser Pflicht vonseiten der Betreiber auch nachgekommen wird".

dpa

Im Konflikt um die in Libyen festgesetzten Mitarbeiter des Internationalen Strafgerichtshofes (IStGH) zeichnet sich vorerst keine Einigung ab.Regierungssprecher Nasser al-Manaa sagte der Deutschen Presse-Agentur in Tripolis am späten Sonntagabend: "Libyen legt Wert auf gute Beziehungen zum Internationalen Strafgerichtshof und zur internationalen Staatengemeinschaft generell, doch nicht auf Kosten der höheren Interessen Libyens.

11.06.2012

Das von der Bundesregierung geplante Betreuungsgeld für daheim erziehende Eltern bekommt wieder mal schlechte Noten - diesmal von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD).

11.06.2012

Nach dem Scheitern bei der Landtagswahl hat die schleswig-holsteinische Linke eine neue Spitze. Nachfolger der zurückgetretenen Landessprecherin Jannine Menger-Hamilton ist Klaus-Dieter Brügmann.

11.06.2012