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Politik Tauber schimpft auf rechte „Schreihälse“
Nachrichten Politik Tauber schimpft auf rechte „Schreihälse“
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17:03 09.09.2017
CDU-Generalsekretär Tauber hält von Pöbeleien gegen die Kanzlerin gar nichts. Quelle: dpa
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Berlin

Nach erneuten Protesten und Störaktionen bei einer Wahlkampfveranstaltung der Union hat CDU-Generalsekretär Peter Tauber rechte Demonstranten scharf kritisiert. „Unter dem Banner der AfD stören Rechtsextreme fast alle unsere Veranstaltungen“, sagte der CDU-Politiker in der Neuen Osnabrücker Zeitung (Samstag). „Sie schreien und pöbeln, nerven die wirklich interessierten Besucher.“ Daran habe sich bewahrheitet, dass dieser Wahlkampf anders als frühere werde. Dies hatte Kanzlerin Angela Merkel bei der Ankündigung ihrer erneuten Kandidatur im November prophezeit.

Kanzlerin Angela Merkel war am Freitag bei einem Wahlkampfauftritt in Vorpommern von rechten Demonstranten mit Pfiffen und Buhrufen begrüßt worden, ihr Auto wurde bei der Einfahrt mit Tomaten beworfen. Demonstranten, darunter NPD- und AfD-Anhänger, riefen vor der Halle „Hau ab! Hau ab!“. Die CDU-Vorsitzende war zuvor bereits in Heidelberg mit Tomaten beworfen worden. Am Mittwoch wurde ihre Rede im sächsischen Torgau mit Buhrufen, Pfiffen und Hupen massiv gestört.

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„Diese selbsternannten Patrioten sind in weiten Teilen Rechtsextreme, die mit der einen Hand AfD-Plakate schwenken und die andere zum Hitlergruß heben“, sagte Tauber. Die Union werde aber nicht weichen, sagte der CDU-Generalsekretär. «Das sind wir unseren Anhängern schuldig.“ Die Zahl der Interessierten sei um viel höher als die der „Schreihälse“ – auch im Osten.

Von dpa/RND