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Politik Tokio: Mythos von sicherer Atomkraft Schuld an Fukushima
Nachrichten Politik Tokio: Mythos von sicherer Atomkraft Schuld an Fukushima
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13:38 23.07.2012
Ein Greenpeace-Mitarbeiter misst die radioaktive Belastung im Umland des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi. Quelle: epa/Christian Aslund/Greenpeace
Tokio

Das geht aus dem am Montag veröffentlichten Abschlussbericht eines von der Regierung ernannten Untersuchungsgremiums hervor. Eine vom Parlament eingesetzte Kommission unabhängiger Experten hatte kürzlich sowohl der Regierung als auch der Atomlobby ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. Demnach war das Unglück im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi vorhersehbar und vermeidbar gewesen. Das Regierungsgremium hegt laut Medienberichten weiterhin Zweifel daran, ob tatsächlich das Erdbeben maßgeblich die Katastrophe auslöste, bevor der Tsunami am 11. März 2011 zuschlug.

Die Folgen der dreifachen Kernschmelze im AKW Fukushima Daiichi sind auch knapp eineinhalb Jahre nach der Katastrophe zu spüren. Mehr als 100 000 Menschen können bis heute nicht in ihre Heimat zurückkehren. Außerdem ist die Atomruine noch immer nicht unter Kontrolle. Sorgen bereitet ein Abklingbecken des Reaktors 4, wo 1535 Brennstäbe nach einer Wasserstoffexplosion im Reaktorgebäude praktisch ungeschützt unter einer Plane in 30 Metern Höhe liegen.

In der vergangenen Woche hatte Tepco testweise zwei Stäbe herausgeholt. Nach Einschätzung der Regierung kann frühestens in zehn Jahren damit begonnen werden, die Reaktoren 1 bis 4 zu entkernen. Der vollständige Rückbau des Atomkraftwerks dürfte danach etwa 30 bis 40 Jahre dauern.

dpa

Die Probleme bei der Wahl ihrer Landesliste haben die Piratenpartei in Niedersachsen nach Einschätzung ihres Vorsitzenden Andreas Neugebauer nicht geschwächt."Wenn eine solche Versammlung nur möglichst schnell vorbei sein soll, halte ich dies für ein merkwürdiges Demokratieverständnis", sagte Neugebauer der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

23.07.2012

Als Reaktion auf Bayerns angekündigte Klage gegen den Länderfinanzausgleich fordert Nordrhein-Westfalen eine neue Verteilung für die Kosten der Energiewende.Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) verlangte in der "Rheinischen Post" einen größeren Beitrag von Bundesländern wie Bayern, die besonders stark von den Fördermitteln für Sonnen- und Windstrom profitieren.

23.07.2012

Oswaldo Payá, einer der bekanntesten Oppositionellen Kubas, ist am Sonntag bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.Der Unfall ereignete sich in der Nähe der Stadt Bayamo im Osten der Karibikinsel, wo der 60-Jährige mit drei Freunden in einem Auto unterwegs war, wie der Vorsitzende der oppositionellen Menschenrechtskommission, Elizardo Sánchez, am Sonntag auf Anfrage bestätigte.

23.07.2012