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Politik Trump-Administration verbietet Pride-Flaggen an Botschaften – doch die umgehen die Regel mit einem Trick
Nachrichten Politik Trump-Administration verbietet Pride-Flaggen an Botschaften – doch die umgehen die Regel mit einem Trick
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15:27 09.06.2019
Das US-Außenministerium hat seinen Botschaften offenbar untersagt, die Regenbogenfahne zu hissen Quelle: dpa
Washington

Das US-Außenministerium hat Medienberichten zufolge seinen Auslandsvertretungen verboten, die Regenbogenflagge zum Gay-Pride-Month an den Fahnenstangen der Botschaften zu hissen. Zahlreiche Diplomaten umgehen laut US-Medienberichten vom Wochenende aber das Verbot, indem sie das Symbol der LGBTQ-Gemeinde anderswo auf dem Botschaftsgelände zeigen.

Demnach zeigten US-Botschaften beispielsweise in Südkorea, Indien und Österreich im Juni die umstrittene Flagge in verschiedenen Formen. „Das ist ein Aufstand der ersten Kategorie“, zitierte die „Washington Post“ einen Diplomaten, der anonym bleiben wollte. Das US-Außenministerium und das Weiße Haus in Washington, der Amtssitz des Präsidenten Donald Trump, wollten sich auf eine Anfrage der Tageszeitung „The Hill“ zunächst nicht zu dem Flaggenverbot äußern.

US-Botschafter in Deutschland setzt sich gegen Homophobie ein

Unter Trumps Vorgänger Barack Obama sei das Hissen der Regenbogenflagge im Juni grundsätzlich erlaubt gewesen, berichtete der Sender NBC. In diesem Jahr seien die Diplomaten vom Außenministerium informiert worden, dass die Nutzung des Fahnenmastes eine besondere Genehmigung brauche. Bisher sei aber keine Anfrage genehmigt worden.

Das Verbot gilt auch für Berlin, wo die USA mit Richard Grenell einen Botschafter haben, der offen homosexuell ist und sich für die Entkriminalisierung der Homosexualität weltweit einsetzt. Grenell hatte am Freitag NBC gesagt, er vertraue auf Trumps Unterstützung. Schließlich habe der Präsident auf Twitter die Kampagne beworben. Dies mache ihn „noch stolzer, erneut in der Berliner Pride-Parade zu marschieren, ein großes Banner an der Botschaft aufzuhängen (...), zahlreiche Veranstaltungen an der Botschaft und der Residenz zu organisieren und die Regenbogenflagge zu hissen“, sagte Grenell.

Von RND/dpa

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