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Politik Trump wettert gegen Enthüllungs-Autor
Nachrichten Politik Trump wettert gegen Enthüllungs-Autor
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19:28 07.01.2018
Donald Trump lässt die Anschuldigungen des Enthüllungsbuchs „Fire and Fury“ nicht auf sich sitzen und wettert zurück. Quelle: imago/ZUMA Press
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Washington

Donald Trump hält sich nicht nur für „wirklich klug“, sondern für ein „geistig sehr stabiles Genie“. Mit dieser Aussage reagierte der US-Präsident auf das Enthüllungsbuch „Fire and Fury“, demzufolge ihm jeder in seiner Umgebung im Weißen Haus Amtsunfähigkeit bescheinigt. Das Werk mit seinen diversen Schilderungen einer völlig chaotischen Regierungsführung schlug auch am Wochenende hohe Wellen und überschattete ein Treffen Trumps mit führenden Republikanern über die Strategie der Konservativen in diesem wichtigen Kongress-Wahljahr.

Republikaner wettern gegen Autor

Das Buch von Michael Wolff sei eine „Schande“, „langweilig und unwahr“ und „frei erfunden“. Wolff bezeichnete er als „Loser“. Zugleich holte Trump erneut zum Schlag auf die Medien und seinen Ex-Chefstrategen Steve Bannon aus, auf den sich Wolff in seinem Buch unter anderem stützt. Trumps Topberater Stephen Miller bezeichnete das Buch unterdessen in einem turbulenten CNN-Interview als einen „Haufen Müll“ und Wolff als „Müll-Autoren“. Bannon, der das Weiße Haus im August auf Druck hin verlassen hatte, warf er Rachsucht vor.

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Trump wettert auf Twitter gegen Autor

In einem Tweet schrieb der US-Präsident etwa, dass sich Demokraten und „ihre Schoßhunde, die Lügenmedien“ auf die Themen geistige Stabilität und Intelligenz des Präsidenten stürzen, da sich die Vorwürfe einer Zusammenarbeit mit Russland zur Wahlbeeinflussung als Ente herausgestellt hätten. „Tatsächlich sind meine beiden größten Stärken in meinem ganzen Leben geistige Stabilität gewesen und (...) wirklich klug zu sein“.

Nach dem Republikaner-Treffen auf dem Wochenendsitz Camp David schob Trump nach, er habe die besten Colleges besucht und sei ein „sehr ausgezeichneter“ Student gewesen. Als Geschäftsmann habe er Milliarden über Milliarden Dollar verdient und in seiner Fernsehkarriere „riesengroßen Erfolg“ gehabt, um dann auf Anhieb zum Präsidenten gewählt zu werden. „Und dann höre ich diesen Kerl, der mich überhaupt nicht kennt“, so Trump. Wolff sei ein „Betrüger“.

Autor sieht baldiges Ende von Trump

Alles klare Anzeichen für das zeitnahe Ende der Trump-Präsidentschaft, wenn es nach Autor Michael Wolff geht. Sein Buch habe den Menschen die Augen geöffnet, was die mangelnden Fähigkeiten des US-Präsidenten angehe, erklärte er in einem BBC-Interview. Dem Sender sagte er am Sonntag, die Vorgänge im Weißen Haus seien „schlimmer, als es irgendjemand gedacht hat“. In der Umgebung des Präsidenten werde jeden Tag über den 25. Verfassungsartikel gesprochen. Er regelt die Nachfolge für den Fall des Todes, Rücktritts, der Amtsenthebung oder einer Behinderung des Präsidenten, die es ihm unmöglich macht, seine Aufgaben zu erfüllen.

Von RND/dpa

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