Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Politik Trump wirbt für härtere Einwanderungspolitik
Nachrichten Politik Trump wirbt für härtere Einwanderungspolitik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:52 12.12.2017
US-Präsident Donald Trump. Quelle: imago/UPI Photo
Anzeige
New York

Nach der Explosion einer Rohrbombe in New York hat US-Präsident Donald Trump eine Reparatur des „laxen“ Einwanderungssystems gefordert. Es lasse „bei Weitem zu viele gefährliche, unzureichend überprüfte Menschen“ ins Land, gab er bekannt. Der Verdächtige sei über ein Visum für Familienmitglieder in die USA gekommen, deren Angehörige bereits im Land lebten. Den Kongress forderte er zum Handeln auf.

Trump verurteilte die ausgedehnten Aufenthaltsvisa für Familien und sagte, der Kongress müsse den Familienzuzug beenden. Ähnlich äußerte sich auch Justizminister Jeff Sessions: Der Fall des vor sieben Jahren in die USA gekommenen Mannes zeige, dass Verwandte von US-Bürgern keine Priorität bei der Einreise haben sollten. Dies sei zum Nachteil von Menschen, die gut qualifiziert seien, eine gute Ausbildung und Englisch gelernt hätten, sagte Sessions. Bei ihnen sei es wahrscheinlicher, dass sie sich in die US-Gesellschaft integrierten würden und erfolgreich seien.

Anzeige

Der Präsident sprach gar das Thema Todesstrafe an. Wegen Terrorangriffen verurteilte Menschen sollten die „höchste vom Gesetz erlaubte Strafe“ bekommen, argumentierte er. In angemessener Weise falle darunter auch die Todesstrafe.

Nach erstern Ermittlungen wollte der Täter Vergeltung üben

Der als Akayed U. identifizierte 27-Jährige soll am Montagmorgen eine Bombe in der Nähe des Times Square gezündet haben. Der Einwanderer aus Bangladesch wurde schwer verletzt, drei weitere Menschen nicht lebensgefährlich. Wie die Nachrichtenagentur AP aus Ermittlerkreisen erfuhr, soll U. sich Propagandamaterial der Terrormiliz Islamischer Staat im Internet angesehen haben. Der Polizei gegenüber hat er offenbar gesagt, Vergeltung für US-Militäreinsätze gesucht zu haben.

Der Täter sei „nicht wirklich Teil eines anspruchsvollen Netzwerkes gewesen“, sagte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo dem TV-Sender CNN. „Anscheinend ist er ins Internet gegangen und hat Informationen heruntergeladen, wie man eine Bombe baut.“ Nach Medienberichten lebt der Mann seit 2001 in den USA und war im New Yorker Stadtteil Brooklyn zu Hause, wo viele Muslime leben. Zwischen 2012 und 2015 hatte er nach Angaben der New Yorker Transportbehörde eine Fahrerlaubnis zur Personenbeförderung in der Stadt.

Von AP/dpa/RND

12.12.2017
Politik Grünen-Bundestagsabgeordnete - Baerbock fordert mehr Druck bei Klima-Themen
12.12.2017