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15:41 30.09.2015
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Modernisierung des UKSH: Am Mittwoch wurde der Startschuss für eines der größten klinischen Bauvorhaben Europas in Lübeck gegeben. Quelle: Thomas Eisenkrätzer/ Archiv
Lübeck

Mit der Grundsteinlegung für den „Baulichen Masterplan“ des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) hat die Sanierung des Klinikums offiziell begonnen. Am Mittwoch gaben Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Kristin Alheit (SPD) und der UKSH-Vorstandsvorsitzende Jens Scholz mit der Zeremonie auf dem Klinik-Campus in Lübeck den Startschuss für eines der größten klinischen Bauvorhaben Europas.

In öffentlich-privater Partnerschaft mit dem privaten Krankenhausdienstleister Vamed und dem Bauunternehmen BAM will das Land bis voraussichtlich 2021 an den Standorten Lübeck und Kiel 520 Millionen Euro in den Neubau und die Sanierung maroder Klinikgebäude investieren. „Dadurch wird Schleswig-Holstein als Wissenschaftsstandort weiter gestärkt. Hier werden Krankenversorgung, Forschung und Lehre auf modernste Weise verknüpft“, sagte Alheit vor rund 300 Gästen .

Scholz nannte das Projekt das größte Bauvorhaben in der Geschichte der Universitätsmedizin in Schleswig-Holstein. „Mit dem Slogan „Wir schaffen das“ krempeln wir die Ärmel auf und ergreifen die historische Chance, die medizinische Maximalversorgung unserer Patienten für die kommenden Jahrzehnte sicherzustellen“, sagte er.

Den Anfang macht die Erweiterung des Zentralklinikums auf dem Lübecker Campus, für die am Mittwoch der Grundstein gelegt wurde. Nach der Fertigstellung, die für den Herbst 2018 geplant ist, sollen bislang noch in Gebäuden aus der Vorkriegszeit untergebrachte Kliniken in das Zentralklinikum umziehen. In Kiel ist der Neubau eines Zentralklinikums geplant. Der Grundstein dafür soll nach Angaben des UKSH im Winter 2015/16 gelegt werden.

Die Kosten für Planung, Sanierung und Neubau des Klinikums trägt zu 75 Prozent das Land, das auch Eigentümerin der Immobilien bleibt. 25 Prozent trägt das Konsortium, das anschließend auch für 30 Jahre den Betrieb und die laufende Instandhaltung übernimmt. Insgesamt hat der ÖPP-Vertrag ein Volumen von 1,7 Milliarden Euro. Das Konsortium aus Vamed und BAM hatte nach einem mehrstufigen Prüfungsverfahren im Juli 2014 den Zuschlag bekommen, weil sein Angebot das wirtschaftlichste war.

Durch den Modernisierungsschub will das mit rund 160 Millionen Euro verschuldete Klinikum die Bedingungen für die Patienten verbessern, von denen künftig mehr mit schwereren Krankheiten in kürzerer Zeit versorgt werden sollen. Gleichzeitig sollen bis 2019 450 Stellen durch Altersfluktuation wegfallen, darunter 257 in der Pflege. Das UKSH hat an beiden Standorten etwa 2400 stationäre Betten und rund 12 500 Mitarbeiter.

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