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17:47 13.02.2019
Stürmische Ostwinde überspülen nicht nur die Schwimmstege, sondern setzen auch der Ostsee-Küste zu. Quelle: Friederike Hiller
Kiel

Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) sucht nach neuen Konzepten für den Schutz der Ostseeküste vor Sturmschäden. Eine nachhaltige Sicherung durch Sandaufspülungen sei dort kaum möglich, sagte Albrecht am Mittwoch in einer Regierungserklärung zum Küstenschutz. Nötig seien andere Strategien, um zunehmenden Belastungen insbesondere im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu begegnen.

Der Grünen-Politiker kündigte eine Gesamtstrategie für die Ostseeküste im Jahr 2100 an. Zusammen mit Wissenschaftlern der Kieler Christian-Albrechts-Universität suche das Land nach Konzepten, sagte Albrecht. „Für uns als Land zwischen den Meeren ergeben sich besondere Risiken.“

Ohne Deiche wäre Schleswig-Holstein zum Teil überschwemmt

Küstenschutz sei im Norden systemrelevant. Ohne Deiche würde bei Sturmfluten gut ein Viertel Schleswig-Holsteins überschwemmt. Diese Bereiche lägen zwar zu mehr als 90 Prozent an der Nordsee und an der Elbe, aber eben auch an der Ostseeküste. „Durch den vom Menschen verursachten Klimawandel und dem damit verbundenen beschleunigten Meeresspiegelanstieg werden die Belastungen aus Wasserstand und Wellen weiter zunehmen und auch zu einer stärkeren Veränderung der Küsten führen.“

Das Land investiere auch in die Verstärkung der Deiche an der Ostsee, beispielsweise in der Lübecker Bucht auf mehr als fünf Kilometern Länge für gut 20 Millionen Euro. Es gebe Planungen für den Bau eines gut zehn Kilometer langen Landesschutzdeichs im Norden Fehmarns. Eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe mit dem Wirtschaftsministerium soll nun eine Anpassungsstrategie erarbeiten.

Die SPD-Umweltpolitikerin Sandra Redmann vermisste konkrete Vorschläge für einen besseren Küstenschutz. „Für einen Fachvortrag recht spannend, für eine Regierungserklärung recht schwach.“ Die einzige konkrete Maßnahme der Landesregierung habe der Wirtschaftsminister bereits am Dienstag verkündet.

Sturmschäden an der Ostsee: Land Schleswig-Holstein hilft Kommunen

Die Landesregierung stellt den von Sturmschäden betroffenen Ostsee-Kommunen bis zu eine Million Euro Soforthilfe des Landes bereit. Die Mittel sind laut Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) für die Beseitigung der Schäden und Vorbereitungen auf die nächste Strandsaison vorgesehen.

Bei den Stürmen im Januar hatten unter anderem Sierksdorf, Heiligenhafen, Fehmarn oder Laboe starke Schäden gemeldet. Bereits 2017 hatte das Land nach Winterstürmen rund 1,2 Millionen Euro bereitgestellt.

Von dpa

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