Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Politik Venezolanische Regierung sagt Gespräche mit Opposition ab
Nachrichten Politik Venezolanische Regierung sagt Gespräche mit Opposition ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:25 08.08.2019
Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro. Quelle: dpa
Berlin, Caracas

Nach den neuen US-Sanktionen gegen die venezolanische Regierung hat Präsident Nicolás Maduro weitere Gespräche mit der Opposition abgesagt. Regierungsvertreter würden nicht an einer neuen Vermittlungsrunde teilnehmen, heißt es in einer am Mittwochabend (Ortszeit) via Twitter veröffentlichten Erklärung der Regierung. Eine weitere Gesprächsrunde auf Vermittlung Norwegens war für Donnerstag und Freitag auf der Karibikinsel Barbados angesetzt. Maduro nannte als Begründung für die Absage eine "schwere und brutale Aggression" der USA gegen Venezuela.

Er beschuldigte Oppositionsführer Juan Guaidó, die Sanktionen der USA, die sich gegen die "Souveränität und die Menschenrechte" richteten, zu unterstützen. Am Montag hatten die USA verfügt, dass alle Vermögen der venezolanischen Regierung in den USA blockiert werden. Zudem dürfen US-Bürger keinen Handel mit Venezuela betreiben. Ähnliche Sanktionen hat die US-Regierung bereits gegen die Machthaber in Kuba, Nordkorea und Syrien verhängt.

Lesen Sie auch: Die Krise in Venezuela ist eine Chance

Im Mai war Norwegen Gastgeber von Gesprächen zwischen Vertretern von Regierung und Opposition in Venezuela, die aber in Oslo ohne Ergebnis beendet wurden. Im Juli startete dann die Vermittlungsrunde auf Barbados. Norwegen trat schon mehrfach als Vermittler in politischen Konflikten auf und blieb bislang in der Venezuela-Krise neutral. So hat das skandinavische Land - im Gegensatz zu vielen anderen westlichen Staaten - Guaidó auch nicht als Interimspräsident anerkannt.

In Venezuela tobt ein erbitterter politischer Machtkampf zwischen der Opposition und der Regierung. Parlamentspräsident Guaidó hatte sich im Januar zum Übergangspräsidenten erklärt. Inzwischen wird er von mehr als 50 Staaten anerkannt. Auf der Seite von Maduro stehen Länder wie Kuba, Russland und die Türkei. Maduros größter Machtfaktor ist das Militär, das bislang mehrheitlich zur Regierung hält.

Lesen Sie auch: Flucht aus Venezuela: „Die Krise schlägt dir jeden Tag brutal ins Gesicht“

RND/epd

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In Italien ist es heiß - und es bläst ein „Wind der Krise“. Alle Augen sind auf Matteo Salvini gerichtet, der nun eine Neuwahl fordert und “keine Mehrheit mehr” sieht. Der Chef der rechten Lega will offenbar eine schnelle Lösung.

09.08.2019

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) darf sich bei seinem Kampf für eine Masern-Impfpflicht bestätigt fühlen. Die Barmer-Krankenkasse hat herausgefunden, dass die Impfquote sogar geringer ist als offiziell angegeben. Insbesondere Homöopathie-Anhänger lassen ihre Kinder seltener impfen.

08.08.2019

Die NPD muss zahlen. Das Bundesverfassungsgericht hat eine Beschwerde der Partei gegen eine Zahlungsverpflichtung von 1,27 Millionen Euro abgewiesen. Die rechtsextreme Partei hatte 2007 falsche Angaben im Rechenschaftsbericht gemacht.

08.08.2019