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Politik Volt zieht den Stecker aus Sonneborns Stimmen-Schacher
Nachrichten Politik Volt zieht den Stecker aus Sonneborns Stimmen-Schacher
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09:31 11.06.2019
Wird grün: Damian Boeselager, Europa-Abgeordneter von Volt, hier mit der Volt-Deutschland-Parteichefin Valerie Sternberg Quelle: Jan Sternberg/RND
Brüssel/Berlin

Der einzige Europa-Abgeordnete der neuen paneuropäischen Kleinstpartei Volt, Damian Boeselager, tritt der Grünen-Fraktion im EU-Parlament bei.

Warum ist das eine Nachricht? Aus drei Gründen: Die Volt-Mitglieder durften basisdemokratisch darüber abstimmen, ob Boeselager (31) den Fraktionen der Grünen oder der Liberalen beitreten oder fraktionslos bleiben soll. 80 Prozent der Abstimmenden votierten für die Grünen.

Wichtiger ist ein Effekt des Beitritts: Durch die Volt-Entscheidung ist die Grünen-Fraktion jetzt größer als die der Rechtspopulisten – es steht 75 zu 74 Abgeordnete. An der Rangfolge der Fraktionen messen sich so wichtige Dinge wie Redezeit und Ausschussposten im Parlament.

Und nicht zuletzt hat der Boeselager-Beitritt auch direkte Auswirkungen auf den Satiriker Martin Sonneborn von der „Partei“: Der war zunächst fraktionslos geblieben und tat so, als würde er um Geld und Einfluss pokern:

So lange die Grünen-Fraktion nun größer bleibt und die Rechten nicht nachziehen, ist Sonneborns Poker geplatzt. Denn Jörg Meuthen und Co machen ihm garantiert kein Angebot. Aber die Wahrheit ist vermutlich, dass Sonneborn sich einfach zu wohlfühlt beim fraktionslosen „Abschaum des Parlaments“, wie er seine Nachbarn im Plenum nennt. Und durch den Beitritt des zweiten „Partei“-Abgeordneten Nico Semsrott zur Grünen-Fraktion haben die beiden Satiriker ausreichend Einblick in deren Pläne.

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Von Jan Sternberg/RND

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