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Politik AdP statt AfD: Poggenburg gründet neue Partei
Nachrichten Politik AdP statt AfD: Poggenburg gründet neue Partei
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12:16 11.01.2019
André Poggenburg hat neue Politik-Pläne. Quelle: arifoto UG/dpa-Zentralbild/dpa
Berlin

Das ging schnell: Nach seinem Austritt aus der AfD hat André Poggenburg eine neue Partei gegründet. Mit anderen enttäuschten AfD-Politikern habe er am Donnerstag die Partei „Aufbruch deutscher Patrioten – Mitteldeutschland“ ins Leben gerufen, sagte Poggenburg der „Welt“. Sein Twitter-Profil zeigt ein Logo mit der Abkürzung „AdP“.

Mit der neuen Partei will Poggenburg offenbar zu den Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg im Herbst antreten. Die AfD könnte das im Osten wichtige Stimmen kosten. Als direkten Gegner will Poggenburg seine frühere Partei aber nicht sehen. Man wolle die Partei „im mitteldeutschen Raum ergänzen“, er sehe sie nicht als „unseren politischen Gegner“, sondern als „Verbündeten“, sagte er der „Welt“. Im Vorstand der neuen Partei sitzen demnach Egbert Ermer und Benjamin Przybylla, die bisher der sächsischen AfD angehörten.

AfD reagiert gelassen auf AdP-Gründung

Die AfD-Spitze sieht in Poggenburgs Plänen keine Gefahr. „Poggenburg hat keinerlei Resonanz in der Partei. Ich hoffe nicht und halte es für sehr unwahrscheinlich, dass jemand aus der Bundestagsfraktion ihm in die politische Bedeutungslosigkeit folgen wird“, sagte Partei- und Fraktionschef Alexander Gauland der Deutschen Presse-Agentur.

Der Co-Parteivorsitzende Jörg Meuthen erklärte: „Ich wünsche André Poggenburg persönlich alles Gute. Sein neues politisches Projekt ist nach meiner Überzeugung ein aussichtsloses.“ Dass Poggenburg die AfD jetzt verlassen habe, sei mit der „politischen Richtung, die er in jüngster Zeit eingeschlagen hat, das folgerichtige Ende einer Entwicklung“.

AfD-Austritt nach verbalen Entgleisungen

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass der sachsen-anhaltische Landtagsabgeordnete und einstige Landespartei-Chef Poggenburg die AfD verlässt. Poggenburg, der zum rechtsnationalen Flügel der Partei gehörte, fiel in der Vergangenheit immer wieder durch verbale Entgleisungen auf.

Der Bundesvorstand der AfD hatte Poggenburg jüngst für zwei Jahre für alle Ämter gesperrt. Er war zuvor selbst bei Parteifreunden mit seinen Sprüchen angeeckt. So hatte Poggenburg am Silvestertag auf Twitter geschrieben: „Den Mitbürgern unserer Volksgemeinschaft ein gesundes, friedliches und patriotisches 2019!“

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Von pach/RND

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