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Politik Wahlkampfendspurt in den Kommunen
Nachrichten Politik Wahlkampfendspurt in den Kommunen
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14:12 25.05.2013
Von Martina Drexler
Mit Spannung wird die Höhe der Wahlbeteiligung erwartet, die in den vergangenen Jahren in den meisten Kommunen auf deutlich unter 50 Prozent gesunken war. Quelle: dpa
Kiel.

Die Wahlen bestimmen in Städten, Gemeinden und Kreisen die Politik für die nächsten fünf Jahre. In Kiel haben sich alle Parteien und die Wählergemeinschaft WIR bereits im Wahlkampf zu umstrittenen Themen wie Stadtregionalbahn, Kleiner Kiel-Kanal, Nutzung des Areals nach dem Wegzug des Marinefliegergeschwaders (MFG 5) klar positioniert. Ein neues Gaskraftwerk auf dem Ostufer, Wohnen und Arbeitsplätze für alle Bevölkerungsgruppen auf dem MFG 5-Gelände – die Kieler SPD stehe für eine „nachhaltige, transparente und zukunftsorientierte Politik“, wirbt SPD-Fraktionschefin Gesa Langfeldt. Der Kieler CDU-Fraktionschef Stefan Kruber grenzt sich dagegen von der bisherigen rot-grünen Ratsmehrheit ab: Wer CDU wähle, entscheide sich für „einen leistungsfähigen ÖPNV ohne teure Stadtregionalbahn“ und die „Aufwertung der Altstadt ohne teuren Innenstadtkanal“.

In Heikendorf und Mönkeberg werden vor allem touristische Themen die kommunalpolitische Arbeit prägen wie zum Beispiel die Neugestaltung des Fördewanderweges oder die Entwicklung der Mönkeberger Ölpier. In Laboe sind sich zwar alle Parteien und die Wählergemeinschaft einig, das Schwimmbad zu erhalten, doch die Aussichten werden unterschiedlich eingeschätzt. In Fockbek, einem Vorort von Rendsburg, ist die Kommunalwahl auch eine Abstimmung über das Bürgermeisteramt. Soll ein hauptamtlicher oder ein ehrenamtlicher Bürgermeister die Gemeinde mit über 6000 Einwohnern führen? Darüber ist zwischen der SPD, die das Hauptamt will, sowie CDU und Wählergemeinschaft UWF ein erbitterter Streit ausgebrochen, der inzwischen auch vor Gericht ausgefochten wird. Derzeit haben CDU und UWF die Mehrheit in der Gemeindevertretung.

Mit Spannung wird die Höhe der Wahlbeteiligung erwartet, die in den vergangenen Jahren in den meisten Kommunen auf deutlich unter 50 Prozent gesunken war. In Kiel lag sie 2008 bei 46,8 Prozent. Die 1304 Wählergemeinschaften setzen darauf, viele enttäuschte Wähler zur Stimmabgabe zu mobilisieren. Ihr Optimismus, den etablierten Parteien erfolgreich Paroli bieten zu können, ist groß. In Kiel tritt die Wählergemeinschaft WIR mit dem Wahlziel an, die Grünen als drittstärkste Kraft abzulösen.

Zur Wahlparty am Sonntagabend ist im Kieler Rathaus auch das Team von KN-online vor Ort. Ab 17.30 Uhr berichten wir live, führen kleine Interviews mit den Kandidaten und blicken hinter die Kulissen: Wer feiert mit wem? Wer freut sich? Wer muss Wunden lecken? Darüber hinaus erfahren Sie hier auch alle Ergebnisse aus der gesamten Region – von Neumünster über Plön bis Rendsburg-Eckernförde.

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