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Politik #WeAreBaltimore – So reagieren Twitter-Nutzer auf Trumps Verbalattacken
Nachrichten Politik #WeAreBaltimore – So reagieren Twitter-Nutzer auf Trumps Verbalattacken
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11:19 29.07.2019
Donald Trump im September 2016 bei einer Konferenz in Baltimore. Damals war er designierter US-Präsident. Quelle: Jim Lo Scalzo/EPA/dpa
Washington

US-Präsident Donald Trump hat am Wochenende mit persönlichen Angriffen auf Elijah Cummings, einen afroamerikanischen Abgeordneten der Demokraten, neue Rassismusvorwürfe auf sich gezogen. Der Abgeordnete sei ein „brutaler Rüpel“, schrieb der Republikaner Trump auf Twitter – und: „Cummings’ Bezirk ist ein widerliches, von Ratten und Nagetieren verseuchtes Chaos.“

Die neuerlichen Verbalattacken des US-Präsidenten haben nicht nur unter Politikern Empörung ausgelöst. So kommentierte etwa die „Baltimore Sun“ den Vorfall mit den Worten: „Angesichts der Kritik von Herrn Cummings an der US-Grenzpolitik, der verschiedenen Untersuchungen, die er als Vorsitzender des Kontrollausschusses im Repräsentantenhaus eingeleitet hat, seiner Bereitschaft, Herrn Trump wegen seiner jüngsten Angriffe auf die Kongressabgeordneten als Rassisten zu bezeichnen, sowie die Tatsache, dass „Fox & Friends“ jüngst einen kritischen Beitrag über die Stadt gesendet hat, muss es auf pawlowsche Weise unwiderstehlich gewesen sein, Baltimore anzugreifen. Fox News läutete die Glocke, der Präsident sabberte und seine Daumen bewegten sich über sein Handy.“

Lesen Sie auch: Donald Trump legt nach – und bezeichnet Elijah Cummings als Rassisten

Aber auch in den sozialen Netzwerken wächst die Kritik am US-Präsidenten. So haben zahlreiche Nutzer unter dem Hashtag #WeAreBaltimore Solidarität mit Cummings und der US-Stadt bekundet.

So schreibt etwa die CNN-Korrespondentin April Ryan auf Twitter, das Weiße Haus sei mit Mäusen befallen. Trump müsse eher darüber reden, wo er lebe – und nicht über Baltimore.

Auch der Bürgermeister der Stadt, Bernard C. Jack Young wehrt sich und nennt es „völlig inakzeptabel für den politischen Anführer unseres Landes“, wenn er eine pulsierende amerikanische Stadt wie Baltimore derart verunglimpfe.

Auch Bestseller-Autor Steven King solidarisierte sich via Twitter – verbreitete aber lediglich den Hashtag.

Daneben waren es besonders die Einwohner der Stadt, welche die Vorzüge von Baltimore in ihren Tweets hervorhoben. So etwa dieser Mann, der die Stadt als eine „der guten Amerikaner“ bezeichnet, die mehr verdienten als einen groben, hohlen und selbstsüchtigen Präsidenten.

Eine andere schreibt: Ja, Baltimore habe ein Kriminalitätsproblem, aber eben auch „wundervolle, hart arbeitende Menschen aller Hautfarben“.

Dieser Nutzer glaubt, die größte Ratte in Amerika gefunden zu haben.

Ähnlich hatte es auch die „Baltimore Sun“ zusammengefasst, die schrieb: „Lieber ein paar wenige Ratten haben als eine zu sein.“

Von RND/das

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