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Politik Wenn ein Ex-Minister neu lernen muss, einen Parkplatz zu suchen
Nachrichten Politik Wenn ein Ex-Minister neu lernen muss, einen Parkplatz zu suchen
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10:38 18.01.2019
Thomas de Maizière (CDU) war mehrere Jahrzehnte Minister und Staatssekretär in Bund und Ländern. Quelle: Maurizio Gambarini/dpa
Berlin

Der frühere Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) findet auch Positives an seinem Ausscheiden aus der Bundesregierung. „Im Nachhinein war das vielleicht eine unbeabsichtigte, aber positive Fügung“, sagte de Maizière, der am kommenden Montag 65 Jahre alt wird. „Jetzt einen normalen Alltag zu haben wie die meisten anderen Menschen auch, das macht ausgeglichener und freier“, sagte er.

De Maizière hatte dem Kabinett Merkel insgesamt 17 Jahre angehörte, auch als Verteidigungsminister und Kanzleramtschef. Zuvor bekleidete der gebürtige Nordrhein-Westfale 15 Jahre Staatssekretärs- und Ministerposten in den Landesregierungen von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Bei den Koalitionsverhandlungen Anfang 2018 bekam die CSU das Innenressort, das der Jurist zuletzt inne hatte.

Abschiedsschmerz – „Ein schöner Prozess der Selbstreflexion“

De Maizière ist seitdem einfacher Bundestagsabgeordneter für den sächsischen Wahlkreis Meißen. „Ich gebe zu, der Ablösungsprozess hat eine Zeit gedauert“, sagte er mit Blick auf die Zeit in der Regierung. Wer etwas mit Begeisterung und Freude tue, werde immer Abschiedsschmerz haben. „Am Ende war es ein schöner Prozess der Selbstreflexion“, sagte de Maizière und ergänzte: „Das war ein lehrreiches Jahr.“

Er habe nun wieder gelernt, seinen Alltag selbst zu organisieren. „Einem Minister wird ja vieles abgenommen: Seine Termine werden von Mitarbeitern geplant, er wird überall hingefahren, er muss keinen Parkplatz suchen, kein Flugzeug buchen, nicht in einer Schlange stehen“, sagte der Politiker, Seine Bilanz: „So bequem das ist, es ist auch eine Rundumbetreuung, die manchmal einengt.“

Neben seinem Bundestagsmandat übt de Maizière Ehrenämter aus, unter anderem als Mitglied des Präsidiums des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Zudem hat er nach eigenen Worten ein Buch zur Regierungspraxis in Deutschland geschrieben, das im Februar im Herder Verlag erscheinen soll. Auf die Frage, wie er seinen 65. Geburtstag begehen wird, sagte er: „Ich werde in Dresden sein mit meiner Frau - und einfach mal nichts machen.“

Von RND/epd

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