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Politik Die neuen Pläne der Landesregierung
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07:00 17.03.2016
Von Christian Hiersemenzel
Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat jetzt ihr Vorhaben zur Windenergieplanung für die Bereiche Kiel, Neumünster, Rendsburg-Eckernförde und Plön vorgestellt. Quelle: Ingo Wagner/dpa
Kiel

Ziel ist es, mit so wenigen Flächen wie möglich auszukommen, angepeilt werden zwei Prozent der Landesflächen. Nach einem Kabinettsbeschluss im Juli können Bürger, Gemeinden und andere Betroffene Stellung beziehen.

Eine der größten Überraschungen ist der Kieler Stadtteil Meimersdorf. Das heftig umstrittene Ansiedlungsgebiet ist unter den Abwägungsbereichen nicht mehr enthalten. Wichtigstes Ausschlusskriterium war dort das Landschaftsschutzgebiet. Auch östlich von Bordesholm bis Negenharrie fällt voraussichtlich eine ganze Reihe an Gebieten weg. „Generell ist es aber nicht immer nur ein Kriterium, das Auswirkungen hat“, sagt Axel Hilker von der Staatskanzlei. „Mitunter können es bis zu acht sein.“ Vogelflug und die Nähe zu Horsten von großen Vögeln können demnach ebenso die Ansiedlung von Windkraft ausschließen wie die Nähe zu Siedlungen und geplanten Baugebieten, Grünzügen und Biotopen. Die Einzelbetrachtung:

Dänischer Wohld: Schwedeneck, wo derzeit drei Anlagen stehen, ist in der Abwägung komplett raus, ebenso Strande, Schilksee und Altenholz. Zwischen Osdorf, Felm und Gettorf sind dagegen weiter Flächen vorhanden, ebenso westlich von Lindau in Richtung Holtsee sowie bei Neuwittenbek.

Eckernförde: Am Windebyer Noor sind keine Flächen mehr eingezeichnet, der Raum westlich der Stadt ist windkraftfrei. Bei Holtsee bleibt dagegen eine Handvoll Gebiete übrig. Der Wittensee ist inzwischen wieder weitgehend frei. Schwansen wurde ausgedünnt, der Küstenstreifen ist frei, ebenso die Schleianrainer-Gemeinden. Geblieben sind Flächen um Rieseby, Waabs und Damp.

Rendsburg: Das Areal südöstlich von Alt-Duvenstedt ist aus den Betrachtungen gestrichen, bei Hohn wurde mit Blick auf die Luftfahrt ein Großteil reduziert. Westlich von Nübbel bleibt dagegen ein breiter Streifen, ebenso bei Jevenstedt. Geblieben sind auch große Gebiete bei Nortorf. Der Bereich südlich von Westensee inklusive Emkendorf wurde deutlich reduziert. Am Standort nordwestlich von Melsdorf wird festgehalten.

Plön: Der mögliche Standort Heikendorf blieb erhalten. Dagegen sind Flächen zwischen Laboe und Brodersdorf gestrichen. Geblieben sind Areale bei Passade und Fahren. Neu ist ein großer Gürtel bei Sophienhof (Fargau-Pratjau).

Insgesamt haben die Planer die Abwägungsgebiete nördlich des Selenter Sees etwas reduziert. Auch östlich von Lütjenburg wurde ausgedünnt, insgesamt bleibt dort laut Landesplanung aber ein Schwerpunkt der Windenergie.

Neumünster: Das Gebiet im Stadtteil Einfeld wurde gestrichen. Geblieben ist das Areal jenseits der Autobahn- und Stadtgrenze.

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