Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Politik Wohnungsnot: Studenten sollen in Flüchtlingsheime ziehen
Nachrichten Politik Wohnungsnot: Studenten sollen in Flüchtlingsheime ziehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:57 14.11.2018
Auch in der Karnevals-Stadt Köln haben Studenten zunehmend Probleme eine Wohnung zu finden. Quelle: picture alliance
Hannover

Bezahlbarer Wohnraum in Deutschlands Großstädten ist knapp. Ein Kölner Bezirksvertreter fordert nun, leerstehende Flüchtlingsunterkünfte im Kölner Stadtteil Rodenhagen an Studenten zu vermieten. Torsten Ilg von den Freien Wählern will mit diesem Konzept Vorreiter für ganz Köln sein.

In Köln sind Studentenwohnheime ausgebucht. Gerade am Semesteranfang haben Studenten in Universitätsstädten Probleme bezahlbare Wohnungen zu ergattern. Das Studierenden-Werk hat in Köln bereits Notschlafstellen einrichten müssen. Laut Ilg stehen dem etwa 1300 leere Reserveplätze für Flüchtlinge gegenüber.

„Dass ist keine dauerhafte Lösung“

Eine Jura-Studentin sagt dem Kölner „Express“: „Der Vorschlag ist schon mal ein Anfang. Endlich wird mal an die Studenten gedacht. Doch denke ich nicht, dass das eine dauerhafte Lösung ist. Denn das löst nicht das grundlegende Problem der Wohnungsnot in Köln.“

In Niedersachsen gab es einen ähnlichen Fall: Im Zuge der Flüchtlingskrise 2015 wurden in Lüneburg Unterkünfte für Geflüchtete geschaffen. Nach dem Rückgang der Flüchtlingszahlen standen die Unterbringung vielerorts leer. Die kreative Lösung: Im Lüneburger Stadtteil Rettmer wohnten Studenten Tür an Tür mit Flüchtlingen.

„Wir freuen uns, dass es hier gelungen ist, zwei Gruppen zusammenzubringen, die jeweils in neuer Umgebung in einen neuen Lebensabschnitt starten“, sagte die damalige Stadträtin Pia Steinbrück dem „Weser-Kurier“.

Mehr zum Thema:

Wohnen wird für Studenten immer teurer

Miete drückt eine Million Haushalte unter Hartz-IV-Niveau

Hunderte demonstrieren gegen Mietwucher

Flexibles Wohnen im Lebensabschnittshaus

Von RND/ka

Im Rennen um den CDU-Vorsitz setzt sich Gesundheitsminister Jens Spahn mit deutlichen Worten von seinen Konkurrenten ab. Friedrich Merz wirft er Wankelmut und Annegret Kramp-Karrenbauer persönliche Verletzungen vor. Auch für einen CDU-Männerbund hat er nicht viel übrig.

14.11.2018
Politik Hartz IV-Reformkonzept - Habeck fordert die SPD heraus

Grünen-Chef Robert Habeck hat ein Konzept zur Überwindung von Hartz IV geschrieben. Es ist ambitioniert und nicht ganz billig. Politisch geht es darum, den Sozialdemokraten das Wasser abzugraben.

14.11.2018

Die G20-Staaten kommen beim Klimaschutz nicht voran – trotz großer Versprechungen. Eine neue Studie zeigt, dass die führenden Wirtschaftsmächte 82 Prozent ihrer Energie aus fossilen Brennstoffen beziehen.

14.11.2018