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Politik Wolfgang Kubicki kritisiert FDP-Videoclip: „Das war wirklich peinlich“
Nachrichten Politik Wolfgang Kubicki kritisiert FDP-Videoclip: „Das war wirklich peinlich“
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17:42 31.10.2019
Der stellvertretende FDP-Chef Wolfgang Kubicki geht nicht sparsam mit Kritik um – auch gegenüber der eigenen Partei. Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa

Der stellvertretende FDP-Chef Wolfgang Kubicki hat einen umstrittenen Videoclip seiner Partei vor der Thüringen-Wahl, in dem ein Sprayer die Rechtschreibfehler in rechtsextremen Graffiti-Slogans korrigierte, scharf kritisiert. „Das war wirklich peinlich – und das hat auch mich wütend gemacht“, sagte Kubicki dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Kubicki, der auch Vizepräsident des Bundestags ist, ergänzte: „Warum ‚Sieg Heil‘ richtig geschrieben besser sein soll als falsch geschrieben, versteht doch kein Mensch.“ Seine Frau habe ihn angerufen und gefragt: „Was soll das denn?“

„So etwas kann eine ganze Wahlkampagne zum Kippen bringen.”

Wolfgang Kubicki; stellvertretender FDP-Chef

Er selbst habe den Clip nicht gekannt, bevor er veröffentlicht wurde, sagte Kubicki. „So darf man nicht kommunizieren, wenn man als seriöse Partei wahrgenommen werden will“, sagte der stellvertretende Parteichef. Manchmal passierten in der Hektik des Wahlkampfes Fehler, sagte Kubicki. Er setzte hinzu: „Wir haben darüber intern gesprochen und uns darauf geeinigt, dass jetzt immer ein Kreis von mehreren Leuten auf solche Videos schaut.“

Kubicki sagte: „So etwas kann eine ganze Wahlkampagne zum Kippen bringen.“ Der Clip, der wenige Tage vor der Thüringen-Wahl von der FDP in den sozialen Netzwerken verbreitet worden war, hatte große Kritik hervorgerufen.

Der Vizevorsitzende der FDP mahnte zudem, in der Parteiarbeit die richtigen Prioritäten zu setzen. „Wir dürfen die sozialen Medien nicht mit der wirklichen Welt verwechseln. Das tun zu viele von den Jüngeren in der Partei“, befand Kubicki. Er führte aus: „Wenn ich in einer Blase mit 80.000 Leuten unterwegs bin und 60.000 Bestätigungen bekomme, dann heißt das nicht, dass ich die Mehrheit der Bevölkerung hinter mir habe. Meinungsbildung findet im Wesentlichen anders statt als durch Twitter, Instagram und Facebook.“

Von Tobias Peter/RND

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