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Politik Zwei NPD-Demos im Norden aufgelöst
Nachrichten Politik Zwei NPD-Demos im Norden aufgelöst
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07:52 17.07.2012
Von Beate König
Etwa 250 Gegendemonstranten störten in Kiel eine NPD-Demo. Quelle: gsc
Kiel/Neumünster

Es sei friedlich geblieben, hieß es. In der Landeshauptstadt Kiel hatte die Polizei bereits am Mittag im Zentrum eine Veranstaltung beendet, nachdem etwa 250 Gegendemonstranten die Aktion von nicht einmal zehn NPD-Leuten lautstark gestört hatten. "Es wurde so unruhig und so gefährlich, dass wir die Kundgebung auflösen mussten", sagte der Leiter des Kieler Ordnungsamtes, Manfred Rotzoll.

Aus der angemeldeten Kundgebung der NPD auf dem Großflecken vor dem Alten Rathaus in Neumünster wurde am Montag nichts. Der Lautsprecherwagen der rechtsextremen Partei musste auf den Platz an der Rudolf-Weißmann-Straße ausweichen. Die Stadt hatte das aus Sicherheitsgründen angeordnet. Rund 150 Gegendemonstranten fanden sich auch am neuen Kundgebungsplatz ein: „Haut ab! Nazis raus“ und „nie mehr Auschwitz“ skandierten sie. Während vom Lkw der NPD mit Aufrufen gespickte Reden mit Musik abwechselten, versuchten von der Zufahrt Ringstraße Demonstranten mit Trillerpfeifen, Tröten und Vuvuzelas die Kundgebung zu übertönen.

Angelika Beer vom Bündnis gegen Rechts erklärte zur Gegenkundgebung: „Jedes Stück Demokratie, das wir freigeben, besetzen die Rechten.“ Die Polizei war mit Beamten aus Kiel und Eutin, die die Neumünsteraner unterstützten, stark vertreten.