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20:11 14.06.2019
Von Christian Trutschel
Svenja Schwedtke, hier in ihrem Staudengarten am blühenden Beinwell inmitten blühender Akelei, ist eine aus dem fünfköpfigen ehrenamtlichen Organisationsteam der Aktion "Offener Garten" und engagiert sich dafür seit beinahe 20 Jahren. Quelle: Trutschel, Christian
Schleswig-Holstein

„Das ganze Spektrum ist vertreten“, sagt Svenja Schwedtke, die zum fünfköpfigen ehrenamtlichen Organisationsteam gehört.

Zum Beispiel der weiße Garten von Meta Hannelore Gottschalk im Ulmenweg 16 in Kiel: Sie sammelt auf 1800 Quadratmetern, „was weiße Blüten hat“, und Pflanzen mit farbigem Laub.

Oder die 2700 Quadratmeter von Klaudia Knopf und Klaus Sackrzewski in der Grüfterstraße 16 in Treia mit einem Labyrinth aus Hainbuchenhecken, meditativem Kräutergarten, Wald-, Dschungel- und Küchengarten, Trockenmauern, Gewächshaus und kleiner Orangerie.

Lauter "Gartenbegeisterte" machen mit

Oder der Kräutergarten von Traute Struve mit verschiedenen Themenbereichen, Wellnessgarten, Blumenwiese, Naturteich und altem Baumbestand auf 7000 Quadratmetern in Grauel, Altenjahn 4. 

Die Idee zum „Offenen Garten“ hatten 2000 Ljiljana Ehler und Ilka Mahro, angeregt durch einen Besuch in den Niederlanden.

Bei Ljiljana und Karl-Heinz Ehler, im 6500 Quadratmeter großen Garten ihres Resthofs in Schashagen bei Grömitz, wurde bereits am 1. Juni die Jubiläumsaktion offiziell eröffnet: mit Ministerpräsident Daniel Günther, dem Kustos des Botanischen Gartens der Uni Kiel, Martin Nickol, und dem Orga-Team, dem außer Ehler und Schwedtke Fenna Graf, Maike Heinatz und Melitta Kolberg angehören. 

„Gartenbegeistert ist eigentlich kein Wort, aber genau das sind wir fünf – und ganz viele von den anderen Gartenbesitzern auch“, sagt Schwedtke, die fast von Anfang an dabei ist, mittlerweile aber mit ihrer zwei Hektar großen Staudengärtnerei Bornhöved nicht mehr teilnimmt. „Denn wir sind im dritten Jahr eine reine Online-Gärtnerei“, erklärt sie.

Orga-Team: Es wäre schön, wenn noch mehr Gartenbesitzer sich trauen würden

17 Gärten waren 2000 bei der ersten Aktion dabei. „Viele Gartenbesitzer machen alle zwei Jahre mit, einige hören aus Altersgründen auf, andere kommen neu hinzu – in diesem Jahr 34.“

Ihr sei es ein Anliegen, Gartenbesitzer zum Mitmachen zu ermuntern. Den Satz „ich habe zwar einen schönen Garten, aber ich traue mich nicht“ habe sie in den Jahren oft gehört.

Toll an der Aktion sei doch jedes Mal, dass man gucken könne, was andere aus ihrem Stück Land, egal wie klein oder groß es sei, so machen: „Wie sie ihren Teich bepflanzen, Mülltonnen verstecken oder mit einer Schattenecke unter einer Birke umgehen.“

Das Interesse der Menschen, sich private Gärten anzusehen, sei immer noch riesig, und der kleinste Garten, der bisher teilgenommen habe, gerade einmal 300 Quadratmeter groß gewesen.

Noch vier weitere offene Sonntage und eine Nacht der Gärten

Außer dem Hauptwochenende gibt es vier weitere Sonntage, an denen etwa 30 Gärten öffnen (7. Juli, 4. August, 1. September, 6. Oktober), und eine Nacht der Gärten am Sonnabend, 3. August, 19-23 Uhr, an denen sich ebenfalls etwa 30 Gärten beteiligen.

Zum Jubiläumsjahr haben die fünf Organisatorinnen einen Fotowettbewerb gestartet. Fotos, die in den diesmal teilnehmenden Gärten entstanden sind, können bis Ende Juni 2019 auf der Internet-Seite der Aktion hochgeladen werden.

Die gesamte Liste aller teilnehmenden Gärten gibt es im Internet unter www.offenergarten.de

20 Jahre Aktion "Offener Garten", Hauptwochenende 15./16. Juni 2019
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