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Schleswig-Holstein Angetreten zum öffentlichen Gelöbnis
Nachrichten Schleswig-Holstein Angetreten zum öffentlichen Gelöbnis
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21:44 12.11.2019
Von Dirk Schneider
220 Soldaten stehen bei ihrer Vereidigung vor dem Plöner Schloss. Quelle: Dirk Schneider
Plön

Öffentliche Gelöbnisse haben in Plön eine lange Tradition. Zweimal pro Jahr treten die Soldaten der Marineunteroffizierschule (MUS) außerhalb der Kaserne an, um die militärische Zeremonie im zivilen Umfeld zu feiern. Gestern leisteten wieder 220 Rekruten den Diensteid vor dem Schloss.

Die Feierlichkeiten waren eingebettet in eine bundesweite Aktion. Mit feierlichen Gelöbnissen in sechs Städten erinnerte die Bundeswehr an ihren 64. Gründungstag. Nach dem Willen von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sollte dadurch ein Zeichen für die Verankerung der Streitkräfte in der Gesellschaft gesetzt werden. Nicht nur in Plön, sondern auch in Stralsund, in Rotenburg/Wümme, in Mainz sowie in Freyburg standen feierliche Appelle an. Zudem leisteten etwa 400 Rekruten vor dem Reichstag in Berlin ihr Gelöbnis.

Dort bekräftigte Kramp-Karrenbauer die Notwendigkeit einer wehrhaften Demokratie. „Die Bundeswehr verteidigt Deutschland gegen äußere Bedrohungen“, sagte die CDU-Politikerin. Sie sei zugleich ein unverzichtbarer Teil der Gesellschaft. Sie dankte den jungen Soldaten für ihren Entschluss zum Dienst in den Streitkräften.

Im Norden gibt es bereits regen Austausch

Ähnlich äußerte sich Verteidigungsstaatssekretär Gerd Hoofe in seiner Festansprache in Plön. „Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee. Ihr Einsatz wird durch den Deutschen Bundestag, also durch die gewählten Volksvertreter beschlossen“, erklärte Hoofe. Fester könne eine staatliche Organisation nicht mit dem Grundgesetz und dem Willen des deutschen Volkes verbunden sein. Und genau diese Verbundenheit sollte wieder präsenter und spürbarer werden, so Hoofe.

Im Norden scheinen diese Vorgaben längst etabliert. Das „gute Miteinander“ habe in den klassischen Garnisonsstädten Schleswig-Holsteins eine lange Tradition, betonte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). An ihren jeweiligen Standorten seien die Bundeswehrsoldaten stets auch als Menschen willkommen, die für das Gemeinwesen tatkräftige Unterstützung leisteten, so der Regierungschef.

Vereine dürfen Sportplätze in Kaserne benutzen

Bereits vor vier Jahren hatte der damalige Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) an gleicher Stelle eine Vereidigung gefeiert. Der Plöner Marktplatz und die Reitbahn im historischen Schlossgebiet zählen außerdem seit Jahrzehnten zu den regelmäßigen Standorten für militärische Zeremonien in der Kreisstadt. Zudem sind die Soldaten gern gesehene Teilnehmer und aktive Helfer bei städtischen Veranstaltungen, während umgekehrt Plöner Vereine unter anderem die Sportanlagen in den Kasernen mitnutzen dürfen.

MUS-Kommandeur Matthias Kähler dankte in diesem Zusammenhang den zahlreichen Vertretern der Stadt Plön und der Umlandgemeinden, die sich auf vielfältigen Ebenen für ein partnerschaftliches Verhältnis der Institutionen und der darin dienenden und lebenden Menschen einsetzen würden.

Im Fackelschein leisteten dann neben den Soldaten der Marineunteroffizierschule Plön auch Rekruten der Luftwaffe in Appen und der Schule für Strategische Aufklärung in Flensburg ihren Eid beziehungsweise das Gelöbnis. Danach durften dann schließlich die Verwandten und Freunde die Schlossterrasse „stürmen“, um Fotos für das Familienalbum zu machen.

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