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Schleswig-Holstein Jetzt fehlen die Leitplanken
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10:00 06.09.2017
Von Ralph Böttcher
Die A21 zwischen Stolpe und Bornhöved - es gibt noch keine Leitplanken. Quelle: Christian Detlof
Stolpe

Ende Juli hatte sich dort trotz Abnahme der Bauarbeiten die Freigabe verzögert, weil sich keine Firma für die Fahrbahnmarkierungen fand. Erst auf gezieltes Nachfragen des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV) konnte der Auftrag über 190000 Euro doch noch vergeben werden. Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) appellierte damals an die Baubranche, „die öffentliche Hand nicht im Stich zu lassen“.

Inzwischen sind die Linien aufgemalt und getrocknet – doch mit der A21 geht es immer noch nicht weiter. Diesmal hakt es bei den Leitplanken. Für den Auftrag mit einem Volumen von 1,2 Millionen Euro hatte es zwei Bieter gegeben, wie Harald Haase, Sprecher des Verkehrsministeriums in Kiel, bestätigte. Das erste Angebot sei aufgrund eines Formfehlers „nicht wertbar“ gewesen, sagt Haase. Der zweite Bieter habe allzu weit über dem Preis gelegen, dem Vernehmen nach um 40 Prozent. Schon bei Angeboten, die 25 Prozent über dem Auftragsvolumen liegen, spielt die öffentliche Hand nicht mehr mit.

Formfehler und günstigeres Angebot

Was folgte, war eine zweite Ausschreibung. Diesmal besserten beide Bieter ihre Angebote nach. Der eine korrigierte den Formfehler, der andere senkte den Preis – allerdings nicht weit genug. Also entschied sich das Land für den günstigeren Anbieter. Das aber wollte der Konkurrent nicht akzeptieren und zog vor die sogenannte Vergabekammer des Landes. Die Sache wird nun geprüft. Bis zu einer Entscheidung ruhen die Arbeiten zwischen Stolpe und Bornhöved.

Das Land erwägt unterdessen eine provisorische Freigabe: eine „Zwischenlösung“, wie der Ministeriumssprecher sagt, ohne Leitplanken und mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometer. Eine Autobahn zweiter Klasse sozusagen. Die Autofahrer sind daran gewöhnt: Während der A21-Abschnitt Baustelle war, durften sie auch nicht schneller fahren.

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