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Schleswig-Holstein So schneiden die Städte in Schleswig-Holstein ab
Nachrichten Schleswig-Holstein So schneiden die Städte in Schleswig-Holstein ab
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15:41 09.04.2019
Von Heike Stüben
Radfahren wird immer beliebter. Doch es gibt viele Kritikpunkte an der Infrastruktur in Schleswig-Holstein, vor allem in den größeren Städten. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Norderstedt und Kiel schnitten beim ADFC Fahrradklimatest 2019 unter den Städten mit mehr als 50000 Einwohnern noch am besten ab, verschlechterten sich aber auch gegenüber der Befragung von 2016 auf die Note 3,84.

Bei den Orten mit bis zu 50000 Einwohnern landete Geesthacht vor dem bisherigen Spitzenreiter Eckernförde. Bei den Städten bis 20000 Einwohner wurden Malente, Preetz und Plön am besten bewertet.

Interaktive Karte: So schneiden Schleswig-Holsteins Städte beim ADFC-Fahrradklimatest ab

Falschparker auf Radweg waren Kriterium beim Fahrradklimatest

Die schlechtesten Noten beim ADFC Fahrradklimatest 2019 gab es in den Städten für die fehlende Kontrolle von Falschparkern und für die unzureichende Breite von Radwegen. "Das zeigt: Wir brauchen in den Städten mehr Platz für das Rad", sagte Thomas Möller, Landesvorsitzender des ADFC in Schleswig-Holstein.

"Unser Verkehrsminister Bernd Buchholz sollte endlich begreifen, wie dringlich das Land jetzt eine Verkehrswende benötigt und wie groß das Potenzial des Rades für unser Land ist. Nur auf Autos mit E-Motor zu setzen, reicht nicht", erklärte Möller weiter.

Forderung des ADFC: 1,5 Meter Abstand beim Überholen

Die Teilnehmer an der bundesweiten Befragung sollten unter anderem bewerten, ob im Ort auch für Familien mit Kindern sicher mit dem Rad unterwegs sein können. Auch in diesem Punkt besteht Verbesserungsbedarf für den ADFC.

Er fordert, dass in der Straßenverkehrsordnung festgeschrieben wird, dass Autos beim Überholen 1,5 Meter Abstand zum Radfahrer halten müssen. 

Tempo 30 Standard in Städten

Zudem fordert der ADFC, dass in Städten grundsätzlich Tempo 30 gilt. Ausgenommen davon sollten die Hauptverkehrsstraßen, an denen es auch Radwege gibt. Tempo 30 käme Fußgängern und Radfahrern zugute, erhöhe aber auch die Lebensqualität in den Städten, erklärte Möller.

Der Rad- und E-Bike-Verkehr ist der Verkehrsbereich, der am stärksten an Bedeutung gewinnt. Das haben 69 Prozent der Experten 2018 in der Delphi-Studie zur Verkehrswende in Schleswig-Holstein angegeben.

Der ADFC-Fahrradklima-Test findet alle zwei Jahre in Deutschland statt. Ziel ist es, Probleme im Radverkehr zu identifizieren. Der ADFC entwickelt daraus Verbesserungsvorschläge.

Ab 2030 sollen nur noch abgasfreie Autos neu zugelassen werden, fordert Anton Hofreiter, Chef der Grünen-Bundestagsfraktion, in einem Positionspapier. Das soll die Verkehrswende und den Ausbau der Elektromobilität vorantreiben. Ein Vorstoß, der die Jamaika-Koalition in Kiel entzweit.

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